Di 20.12.11, 19.00 Uhr![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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"The Mission" historisches Filmdrama, 126 Minuten Regie: Roland Joffé; Großbritannien 1986 Musik: Ennio Morricone Darsteller: Robert De Niro (Rodrigo Mendoza), Jeremy Irons (Pater Gabriel), Ray McAnally (Altamirano), Aidan Quinn (Felipe Mendoza), Cherie Lunghi (Carlotta), Ronald Pickup (Hontar), Chuck Low (Cabeza), Liam Neeson (Fielding) Inhalt: Das Buch folgt dem Theaterstück Das heilige Experiment des österreichischen Dramatikers Fritz Hochwälder aus dem Jahr 1943. Die in der Nähe der Iguaçu-Wasserfälle lebenden Guaraní binden einen Priester an ein Kreuz und lassen es die Wasserfälle herabstürzen. Aus dem Off erklärt der Erzähler des Films, der päpstliche Gesandte Altamirano, der Tod dieses Missionars werde das Leben einer großen Anzahl der Menschen beeinflussen. Ein weiterer Pater namens Gabriel wird geschickt. Er wagt den Aufstieg an den Wasserfällen und nimmt durch das Spiel auf einer Oboe, das zum Leitmotiv des Filmes wird, Kontakt zu den Guarani auf. Diese nehmen Gabriel daraufhin bei sich auf. Ihm bleibt das Schicksal seines Vorgängers erspart. Dadurch wird es ihm möglich, die Guaraní an den christlichen Glauben heranzuführen. Durch den Vertrag von Madrid (1750), der die Grenzen zwischen dem portugiesisch kolonisierten Brasilien, wo Indianersklaverei legal ist, und den spanischen Kolonien Südamerikas, in denen sie abgeschafft ist, neu festlegte, geraten die Jesuitenreduktionen nun in portugiesisches Herrschaftsgebiet und sind den Überfällen der Bandeirantes ausgesetzt, die die Guaraní versklaven wollen. Der portugiesische Soldat und Sklavenhändler Rodrigo Mendoza bricht nach einem tödlichen Streit mit seinem Bruder mit seinem bisherigen Leben und schließt sich aus Reue einer Jesuiten-Mission (siehe auch: Jesuitenreduktionen der Guaraní) an, die sich um die bedrohten Ureinwohner kümmert. Auf dem Weg dorthin schleppt er als selbstauferlegte Sühne seine schwere Rüstung wie ein Kreuz mit sich. Die anderen Ordensbrüder haben Mitleid mit ihm, wollen ihn von der Last befreien. Doch Pater Gabriel, Anführer der Patres, wendet ein, Mendoza müsse selbst entscheiden, wann seine Tat genügend gesühnt sei. Als er mit den Missionaren bei den Ureinwohnern ankommt, erkennen diese in ihm den einstigen Verfolger und bedrohen ihn mit Waffen. Mendoza ist bereit zu sterben. Die Ureinwohner üben Barmherzigkeit und schneiden das Seil durch - die Rüstung und die Stichwaffen fallen in die Tiefe. Mendoza ist tief berührt über die ihm gewährte Vergebung. Mendoza findet in der Arbeit der Dschungelmission, die von Pater Gabriel geleitet wird, seinen Seelenfrieden. Einer Kommission mit Altamirano an der Spitze wird das Problem der Jesuitenmissionen, die nicht unter portugiesischen Einfluss geraten wollen, vorgelegt. Dieser besucht daraufhin die Mission, lässt sich von der urchristlichen Atmosphäre berühren, genießt ihre Musikalität, um sodann in die Kolonialstadt zurückzukehren und realpolitisch zu entscheiden, dass der Vertrag der beiden Monarchien einzuhalten ist und die Jesuiten sich den päpstlichen Weisungen in Gehorsam zu fügen haben. Am Ende triumphiert die Gewalt: Missionare und Ureinwohner werden von spanischen und portugiesischen Soldaten niedergemetzelt, weil sie den Interessen der Kolonialherren entgegenstehen. Als die Truppen sich der Mission von Gabriel und Mendoza nähern, bereitet Mendoza gewaltsamen Widerstand der Indígenas vor. Die alten Waffen im Fluss werden gehoben und geschärft. Mendoza bittet Pater Gabriel um seinen Segen, den Gabriel verweigert. Er sagt, wenn Mendoza Recht habe, habe er den Segen Gottes, wenn nicht, wäre Gabriels Segen bedeutungslos. Die Männer umarmen sich. Mendoza und einige Indígenas stehlen in der Nacht vor dem Angriff aus dem Lager der Soldaten Schießpulver. Als die Söldner anrücken, bereitet Mendoza die Sprengung einer Brücke vor, auf der er in letzter Minute ein allein gelassenes Kleinkind bemerkt. Während er das Kind rettet, trennen die Soldaten die Lunte durch. Mendoza wird erschossen. Sterbend sieht er, dass Pater Gabriel mit einer Monstranz in den Händen eine Prozession der wehrlosen Indígenas anführt. Gabriel wird ebenfalls erschossen, einer der Indígenas hebt die Monstranz auf und führt die Prozession weiter. Der für die Räumung der Mission verantwortliche päpstliche Gesandte Altamirano fragt den Befehlshaber der Truppen, ob das Massaker notwendig gewesen sei. Zur Antwort bekommt er, dass sie in der "realen Welt" agieren müssten, die "so" sei. Darauf antwortet Altamirano, "wir" hätten die Welt so gemacht - nach einem Augenblick fügt er hinzu, "er" habe die Welt so gemacht. Am Ende des Films zitiert er aus seinem Bericht an den Papst, in dem er den Tod der Ordensmänner schildert und offenbart, er fühle sich seither "tot". |
Di 29.11.11, 19.00 Uhr![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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"Der scharlachrote Buchstabe" historisches Filmdrama, 135 Minuten Regie: Roland Joffé; USA 1995 Musik: John Barry Darsteller: Demi Moore (Hester Prynne), Gary Oldman (Reverend Arthur Dimmesdale), Robert Duvall (Roger Prynne), Lisa Joliffe-Andoh (Mituba), Edward Hardwicke (John Bellingham), Robert Prosky (Horace Stonehall), Roy Dotrice (Reverend Thomas Cheever), Joan Plowright (Harriet Hibbons), Malcolm Storry (Major Dunsmuir), James Bearden (Goodman Mortimer), Larissa Laskin (Goody Mortimer), Amy Wright (Goody Gotwick), George Aguilar (Johnny Sassamon), Tim Woodward (Brewster Stonehall), Joan Gregson (Elizabeth Cheever) Inhalt: Massachusetts im Jahr 1666: Die gläubige Hester Prynne kommt in die neue Kolonie, um hier ihren Glauben frei ausleben zu können. Schon früh stößt sie auf das Misstrauen der Einwohner, da sie zwar verheiratet ist, ihr Mann jedoch erst mit einem späteren Schiff nachkommen will - entgegen aller Regeln der Gemeinschaft bezieht Hester daher ein eigenes Haus in einer Gegend, die seit einem Überfall durch Indianer unbewohnt geblieben war. Hester ist selbstständig, kauft sich Arbeiter und die stumme Sklavin Mituba, die ihr im Haushalt hilft. Sie freundet sich mit Harriet an, die im Dorf als Hexe gilt. Hester lernt den jungen Reverend Arthur Dimmesdale kennen und verliebt sich in ihn. Auch er liebt sie, doch müssen beide ihre Gefühle verstecken, da auf Ehebruch die Todesstrafe steht. Hesters Mann Roger, ein Mediziner, befindet sich auf einem Schiff, das von Indianern angegriffen wird. Die gesamte Besatzung und alle Passagiere werden für tot erklärt, auch wenn viele Leichen ins Meer gespült und damit unauffindbar bleiben. Als Hester erfährt, dass sie wegen des nicht eindeutig bewiesenen Todes ihres Mannes sieben Jahre Trauerzeit einhalten muss und erst dann eine neue Beziehung eingehen darf, schläft sie noch in der selben Nacht mit Arthur. Wenig später bemerkt sie, dass sie schwanger ist und eine frömmelnde Bewohnerin, der Hester wegen ihrer gewagten religiösen Ansichten ein Dorn im Auge ist, zeigt sie beim Gouverneur wegen Ehebruchs an. Hester weigert sich, den Vater des Kindes zu benennen und wird inhaftiert. Sie bleibt über sechs Monate im Gefängnis und bringt dort auch ihre Tochter Pearl zur Welt. Auf Arthurs Betreiben hin wird sie freigelassen, muss nun jedoch stets den roten Buchstaben A (für "adultery" = "Ehebruch") an ihrer Kleidung tragen. Während sie noch öffentlich gebrandmarkt wird, erscheint ihr Ehemann Roger in der Stadt. Er wurde von den Indianern nicht getötet, sondern als ihr Medizinmann ausgebildet. Er gibt sich Hester zu erkennen und kündigt an, den geheimgehaltenen Vater von Pearl zu töten, sobald der sich verrät. In den folgenden Wochen beginnt eine regelrechte Hexenjagd auf Hester. Sie wird auf der Straße verhöhnt und ein Trommler folgt ihr überall hin. Auch Roger, der sich unter dem Namen Roger Chillingworth und mit neuer Biografie in der Stadt niedergelassen hat, setzt seiner Frau zu. Als Hesters Freundin Harriet wegen Hexerei festgenommen wird und Roger von Gerüchten hört, dass Hester ebenfalls eine Hexe sei, lässt er die kleine Pearl nach einem Hexenmal durchsuchen und wird fündig. Zudem hat er im Vorfeld Mituba, die einen Brief Arthurs an Hester vor seinen Augen gegessen hat, bestialisch ermordet und präsentiert ihren Leichnam ebenfalls als Hexenwerk. Hester gelingt es, mit Pearl aus dem Gericht zu fliehen. Sie will jedoch nicht aus der Stadt gehen, solange Harriet in Lebensgefahr schwebt und wird zusammen mit anderen Frauen als Hexe verhaftet. Kurz zuvor hatte ein Dorfbewohner versucht, sie in ihrer Hütte zu vergewaltigen. Roger wiederum dachte, Arthur sei bei ihr. Er ermordete den Mann kurz darauf und skalpierte ihn im Wahn. Es kommt zu Ausschreitungen, da die Dorfbewohner einen Mord durch Indianer vermuten - alle konvertierten Indianer werden verhaftet. Als Roger seinen Fehler erkennt, erhängt er sich. Beim Prozess gegen die Frauen stellt sich Arthur vor Hester und erklärt, er sei der Vater ihres Kindes und liebe sie. Er bietet an, anstelle der Frauen erhängt zu werden. Bevor dies in die Tat umgesetzt werden kann, erscheinen die alarmierten Indianer im Dorf, befreien die gefangenen Indianer und ermöglichen so den Frauen und Arthur die Flucht. Später sieht man Arthur, Hester und Pearl am Grab von Roger. Hester will fortgehen, da sich der Traum der Freiheit in Massachusetts nicht verwirklicht hat. Arthur geht mit ihr und küsst sie demonstrativ während einer Fahrt durchs Dorf. Pearl hat den Aufnäher mit dem roten "A" an sich genommen und wirft ihn wenig später fort. |
Di 25.10.11, 19.00 Uhr
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"Die drei Musketiere" historisches Filmdrama, 105 Minuten Regie: Michael Kamen; USA, England, Österreich 1993 Musik: Michael Kamen Darsteller: Charlie Sheen (Aramis), Kiefer Sutherland (Athos), Chris O'Donnell (D'Artagnan), Oliver Platt (Porthos), Tim Curry (Kardinal Richelieu), Rebecca De Mornay (Lady Sabine DeWinter), Gabrielle Anwar (Königin Anna), Michael Wincott (Rochefort), Paul McGann (Girard/Jussac), Julie Delpy (Constance), Hugh O'Conor (König Ludwig XIII.), Christopher Adamson (Henri), Philip Tan (Parker), Erwin Leder (Bauer), Axel Anselm (Musketier), Bruno Thost (Zeremonienmeister 1), Herbert Fux (Wirt), Oliver Hoppa (Zeremonienmeister 2) Inhalt: Die drei Musketiere (Originaltitel: The Three Musketeers) ist ein Mantel-und-Degen-Film aus dem Jahr 1993 von Regisseur Stephen Herek, dessen Handlung auf dem gleichnamigen Roman von Alexandre Dumas basiert. Frankreich 1626. Der junge D´Artagnan aus der Gascogne möchte unbedingt Musketier werden und reitet nach Paris. Hier fällt es ihm schwer, zu akzeptieren, dass das Korps der Musketiere, die Leibwache Seiner Majestät König Louis´ XIII., durch den intriganten Kardinal Richelieu aufgelöst wurde. Im Gegenteil: er legt sich sogar mit drei der bekanntesten Musketiere – Aramis, Athos und Porthos – an, und fordert sie zu einem Duell heraus. Doch bevor es zu diesem Duell kommt, werden die vier von Soldaten des Kardinals überrascht – nach einem siegreichen Kampf müssen die vier erkennen, dass es besser ist, zusammenzuarbeiten, um den König vor dem Komplott Richelieus zu bewahren. Derweil plant dieser auch noch, die restlichen loyal zu Ludwig stehenden Musketiere zu ermorden. Die drei Musketiere und D’Artagnan mobilisieren in einem großen Showdown die nötigen Kräfte und setzen Richelieus Macht ein Ende. Schließlich ist auch D’Artagnan am Ziel seiner Reise. Er wird von Louis XIII. zum Musketier geschlagen. Gedreht wurde der Film an verschiedenen Orten in Österreich sowie in England. Niederösterreich (Perchtoldsdorf, Schloss Petronell, Korneuburg, Hinterbrühl, Maria Enzersdorf, Retz), das Burgenland (Markt Sankt Martin) und Wien bildeten die Kulissen Frankreichs zur Zeit der Musketiere. Da Österreich nicht über die für den Film notwendige Küste verfügt, wurden Küstenszenen in England gedreht. |
Di 27.09.11, 19.00 Uhr
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"Meilensteine der Astronomie: Kopernikus - Kepler - Galilei - Newton" Dokumentation 60 Minuten; Deutschland 2007 Inhalt: Das Weltbild des Nikolaus Kopernikus: 1514 war seine These vom heliozentrischen Weltbild zu revolutionär für die katholische Kirche. In den folgenden 200 Jahren erhält er Hilfe von Kepler, Galilei und Newton. Johannes Kepler und die Bahnen der Planeten: Ein halbes Jahrhundert nach der Idee von Kopernikus’ Weltbild gelingt es dem deutschen Astronom und Mathematiker Johannes Kepler zu beweisen, dass nicht mehr Engel, sondern eine von der Sonne ausgehende Kraft die Planeten führt. Galileo Galilei und die Erforschung der Milchstraße: Galilei gelang es mit Hilfe der Präzisionsarbeit der venezianischen Linsenschleifer ein Fernrohr zu bauen, mit dem es 1609 erstmals gelingt, die Milchstraße zu sehen. Isaac Newton und die Gravitation: Warum fällt der Apfel von oben nach unten? Newton sieht in den Kräften die Ursache für die Bewegung von Körpern und entwickelt die Idee der Gravitation als universelle Kraft. |
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Teil 1: Di 26.04.11, 19.00 Uhr Teil 2: Di 10.05.11, 19.00 Uhr Teil 3: Di 31.05.11, 19.00 Uhr Teil 4: Di 28.06.11, 19.00 Uhr ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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"Wallenstein" 4-teilige ZDF Dokumentation, 320 Minuten Regie: Franz Peter Wirth; Deutschland, Österreich, Schweiz 1977 Musik: Eugen Thomass Darsteller: Rolf Boysen (Wallenstein), Romuald Pekny (Ferdinand II.), Werner Kreindl (Maximilian I.), Ernst Fritz Fürbringer (Tilly), Karl Schwetter (Eggenberg), Karl Walter Diess (Collalto), Hans Caninenberg (Pater Wilhelm Lamormaini), Rolf Becker (Piccolomini), Christian Reiner (Friedrich V.), Reinhild Solf (Elisabeth von Böhmen), Udo Vioff (Wilhelm Slawata), Wolfgang Preiss (Thurn), Rainer von Artenfels (Senno), Friedrich Gröndahl (Liechtenstein), Jiri Klem (Martinitz), Emil Stöhr (Khlesl), Heinz Weiss (Zierotin), Claudia Gerstäcker (Kaiserin Anna), Robert Tessen (Kaiser Matthias), Erika Deutinger (Isabella, 2. Ehefrau Wallensteins), Günther Sauer (Sprecher) Inhalt: Wallenstein ist ein Vierteiler des ZDF aus dem Jahre 1978 mit Rolf Boysen in der Titelrolle. Das Drehbuch von Leopold Ahlsen basiert auf der gleichnamigen Biographie des Historikers Golo Mann aus dem Jahre 1971. Leopold Ahlsen, Spezialist für historische TV-Stoffe (Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck, Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplicissimus u.a.), schrieb sieben verschiedene Drehbücher für diesen Vierteiler. Die siebte Fassung, die Wallensteins Bemühen um einen deutschen Frieden als zentrales Thema hervorhebt, wurde verfilmt. Drehorte waren u. a. Prag und das Städtchen Slavonice, Landshut mit seiner Burg Trausnitz und der Stadtresidenz, Regensburg (Dom, Reichssaal, Keplerhaus), die Münchner Residenz (Antiquarium) und Schloss Kronborg bei Kopenhagen. Golo Mann über den Film nach seiner Wallenstein-Biographie: "Alle Rollen sind hervorragend besetzt - für mich das Nonplusultra ... Regisseur, Produzent und Redakteur wussten den Reiz (des Stoffes) wirklich auszuschöpfen. Darüber habe ich mich sehr gefreut." Zum Verfilmungskonzept seiner Wallenstein-Biographie hat Golo Mann insgesamt u.a. festgestellt: " Es ist ein Epos von Krieg und Frieden ... Die Geschichte eines Menschen und sogenannten führenden Menschen in diesem Labyrinth. Die Geschichte von einer ... verlorenen Identität." Die wichtigsten Personen: Albrecht Wenzel Eusebius Graf von Wallenstein (Rolf Boysen), späterer Herzog von Friedland und Mecklenburg, kaiserlicher Generalissimus. Wallenstein ist ein Mann, der dem kleinen böhmischen Landadel entstammt. Als früh verwaister Jüngling erlernt er das Kriegshandwerk und macht im Dreißigjährigen Krieg als Heerführer und Politiker eine beispiellose Karriere. Sein Schicksal erfüllt sich, als er - des ewigen Kämpfens müde - einen Frieden um jeden Preis zu schließen versucht und sich damit seinem Kaiser widersetzt. Wallenstein endet durch Mörderhand. Ferdinand II. (Romuald Pekny), römisch-deutscher Kaiser, König von Böhmen; der Vetter und Nachfolger des schwachen Kaisers Matthias. Der Kaiser aus dem Haus Habsburg ist Wallensteins Gönner und Förderer, wird jedoch zum Schluss sein unversöhnlicher Feind. Herzog Maximilian I., Kurfürst von Bayern (Werner Kreindl), ein Vetter und später auch Schwager des Kaisers Ferdinand. Beide sind als Knaben gemeinsam in Ingolstadt zur Schule gegangen. Ein zeremonieller Vorfall aus dieser Zeit belastet ihre Beziehungen. Maximilian ist seit 1609 Haupt der Katholischen Liga und sendet 1619 seine Armee dem Kaiser zu Hilfe. Er wird zum erbitterten Rivalen Wallensteins und betreibt dessen Absetzung auf dem Reichstag zu Regensburg. Friedrich der V., Kurfürst von der Pfalz (Christian Reiner), im Alter von 23 Jahren lässt er sich zum König von Böhmen wählen, auf einen Thron, den auch Ferdinand beansprucht - eine der Ursachen für den Dreißigjährigen Krieg. Elisabeth von Böhmen (Reinhild Solf), Ehefrau von Friedrich dem V., eine englische Prinzessin. Pater Wilhelm Lamormaini (Hans Caninenberg), ein aus Luxemburg stammender Jesuit; seit 1624 Beichtvater des Kaisers, auf den er großen Einfluss ausübt. Rombaldo Graf Collalto (Karl Walter Diess), Präsident des Kaiserlichen Hofkriegsrates. Johann Tserclaes Graf Tilly (Ernst Fritz Fürbringer), neben Wallenstein einer der beiden großen Heerführer des Dreißigjährigen Krieges und nach dessen Absetzung im Jahre 1630 als sein Nachfolger Generalissimus des Kaisers. Tilly stirbt schon zwei Jahre vor Wallenstein an den Folgen einer im Felde erlittenen Verwundung. Karl Leonhard Graf von Harrach (Franz Stoß), einer der engsten Mitarbeiter Ferdinands II. - Seine Tochter Isabella wird die zweite Ehefrau Wallensteins. Isabella (Erika Deutinger), zweite Frau von Wallenstein, Tochter des kaiserlichen Finanzberaters Graf Harrach. Teil 1: Ein Kaisertreuer Nach dem Tode seiner Frau Lucretia im Jahre 1614 kann sich Albrecht von Wallenstein als Alleinerbe zum begüterten böhmisch-mährischen Landadel rechnen. Das Verhältnis zwischen den regierenden Habsburgern und der tschechischen Bevölkerung ist gespannt. Am 23. Mai 1618 kommt es zum Prager Fenstersturz, als böhmische Adlige den kaiserlichen Statthalter Wilhelm Slawata und zwei andere habsburgische Abgesandte aus einem Fenster des Prager Hradschin stürzen. Wallenstein schlägt sich auf die Seite des späteren Kaisers Ferdinand, der die böhmische Rebellion unterdrücken will. Ferdinand II. entschließt sich zur Allianz mit dem Herzog von Bayern, Maximilian I., dem Haupt der Katholischen Liga. Sie verfügt über eine große militärische Macht unter dem Oberkommandierenden Graf Tilly. Es kommt zur Schlacht am Weißen Berge. Teil 2: Die großen Geschäfte Die Kaiserlichen haben in der Schlacht am Weißen Berge (1620) gesiegt. Der "Winterkönig" Friedrich und Graf von Thurn, das Haupt der böhmischen Aufständischen, sind geflohen, Kaiser Ferdinand II. ist jetzt Herr der Lage. Während die Rädelsführer hingerichtet werden, profitieren die Parteigänger des Kaisers von dem Erfolg. Allen voran Wallenstein. Er wird zum Militärbefehlshaber in Böhmen ernannt und erhält für seine Treue das Herzogtum Friedland. 1623 heiratet er Isabella, die Tochter des Grafen Harrach, der einer der wichtigsten Finanzberater des Kaisers ist. Wallensteins gutes Verhältnis zum Hause Habsburg wird noch enger. Er hat am Hof aber nicht nur Freunde. Teil 3: Im Labyrinth Der zum Generalissimus ernannte Wallenstein ist mit seinem Heer bis ins heutige Niedersachsen vorgestoßen. Er bemüht sich, seinen Soldaten und Offizieren, die sich durch Plünderungen schadlos halten wollen, Disziplin "einzuimpfen". Sein Organisationstalent und seine neuen Methoden der Kriegsführung verschaffen ihm immer mehr Anerkennung. Sein Name wird zum Mythos. Wallenstein eilt von Erfolg zu Erfolg. 1628 gelingt es ihm, den Dänenkönig Christian IV., der weit nach Mitteldeutschland vorgerückt ist, vom Festland zu vertreiben. Kaiser Ferdinand II. weist Wallenstein das Herzogtum Mecklenburg als erbliches Eigentum zu. Teil 4: Das heimliche Urteil Nach einem unaufhaltsamen Siegeszug hat der schwedische König Gustav Adolf, der für die Sache der Protestanten kämpft, die bayerische Landeshauptstadt München besetzt. Tilly stirbt, Kurfürst Maximilian I. flieht in den äußersten Zipfel seines Landes. In dieser bedrohlichen Situation gewinnt Kaiser Ferdinand II. den abgesetzten Wallenstein zurück. Der Generalissimus, jetzt sogar auch mit der Vollmacht zu diplomatischen Verhandlungen versehen, beweist erneut sein strategisches Geschick. Seine Taktik: den Gegner lahmlegen, ihn blockieren, ihn ausbluten lassen. In der Schlacht von Lützen in der Nähe von Leipzig treffen die Heere Wallensteins und des Schwedenkönigs aufeinander. Gustav Adolf fällt. Der Ausgang der Schlacht bleibt unentschieden. Am 24. Januar 1634 wird in Wien in einer geheimen Konferenz die Absetzung Wallensteins beschlossen (nach Hochverratsvorwürfen und Verurteilung durch ein Geheimgericht). Dies führt etwa einen Monat später seine Ermordung durch kaisertreue Offiziere herbei. |
Di 29.03.11, 19.00 Uhr![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
"Königin für tausend Tage" historisches Filmdrama, 145 Minuten Regie: Charles Jarrott; UK 1969 Musik: Georges Delerue Darsteller: Richard Burton (König Heinrich VIII.), Geneviève Bujold (Anne Boleyn), Irene Papas (Katharina von Aragón), Anthony Quayle (Kardinal Wolsey), John Colicos (Thomas Cromwell), Michael Hordern (Thomas Boleyn), Katharine Blake (Elizabeth Boleyn), Peter Jeffrey (Norfolk), Joseph O'Conor (Fisher), William Squire (Thomas More), Valerie Gearon (Mary Boleyn), Nicola Pagett (Mary Tudor) Inhalt: Königin für tausend Tage ist ein Spielfilm des britisch-kanadischen Regisseurs Charles Jarrott aus dem Jahr 1969. Das Historiendrama basiert auf einem Theaterstück von Maxwell Anderson und wurde von dem US-Amerikaner Hal B. Wallis produziert. England, im Jahr 1536: der englische König Heinrich VIII. bekommt das Todesurteil über seine zweite Ehefrau Anne Boleyn, verurteilt wegen Ehebruch und Hochverrat, vorgelegt. In einer Rückblende erinnert er sich zurück an den Anfang ihrer gemeinsamen Zeit: Heinrich ist unzufrieden mit seiner tiefgläubigen Ehefrau Katharina von Aragón, die ihm keinen männlichen Erben gebären kann. Die beiden haben lediglich eine Tochter, Mary, die spätere Maria I. von England. Er unterhält eine Affäre mit Mary Boleyn, der Tochter seines Höflings Thomas Boleyn. Doch dann bemerkt der Regent auf einem Hofball Marys jüngere, achtzehn Jahre alte Schwester Anne, die gerade von ihrer Ausbildung am französischen Königshof zurückgekehrt ist. Anne Boleyn ist mit dem Sohn des Earl of Northumberland liiert und hofft, das Einverständnis zu erhalten, sich zu mit diesem zu vermählen. König Heinrich ist fasziniert von ihrer Schönheit und informiert seinen Premierminister Kardinal Wolsey darüber, die Auflösung der Verbindung zu veranlassen. Als Anne von dieser Nachricht erfährt, überkommt sie ein Wutanfall und sie macht Wolsey und den englischen König für das Ende ihrer Verbindung mit ihrem Geliebten verantwortlich. Nach einem unbeholfenen Versuch Heinrichs, die Gunst von Anne Boleyn zu gewinnen, informiert sie ihn offen darüber, dass sie ihn als verdorben und rachsüchtig empfindet und dass er in der gleichen Art und Weise liebe, wie er esse - mit lautem Geräusch und wenig Feinsinn. Obwohl sie in der Folgezeit den Avancen des Königs aufgrund ihres Abscheus ihm gegenüber und ihres noch nicht verflossenen Ärgers über ihre zerstörte Verbindung kühl begegnet, berauscht sie mehr und mehr die Macht, die ihr die Liebe des Königs einbringen könnte. Sie erzählt ihrem Bruder, dass Macht aufregender sei als die Liebe und der König mehr davon besitze als jeder andere Mann. Mit dem Ausnutzen ihrer günstigen Position am Hofe untergräbt sie fortwährend den Einfluss Kardinal Wolseys, der die Zuneigung des Königs zu Anne Boleyn zunächst als einfache Vernarrtheit abtut. Als König Heinrich VIII. erneut Anne bedrängt, seine Mätresse zu werden, entgegnet sie ihm, dass sie niemals einem illegitimen Kind das Leben schenken würde. Da in seiner Ehe mit Katharina von Aragón der ersehnte männliche Thronfolger bisher ausgeblieben ist, erwägt Heinrich mehr und mehr, seine Gemahlin zu verstoßen und Anne zu heiraten. Anne ist verblüfft über diese unvorhergesehene Wendung und verspricht dem König, dass sie ihn unter diesen Umständen nicht verschmähen würde. Kardinal Wolsey ahnt die politischen Konsequenzen, die eine Scheidung mit Katharina nach sich ziehen würde, und versucht den König umzustimmen. Heinrich VIII. hört jedoch nicht auf seinen Berater. Kardinal Wolsey gelingt es nicht, die Einwilligung des Papstes zu einer Scheidung mit Katharina von Aragón einzuholen, was Anne Boleyn gegenüber König Heinrich auf die Unfähigkeit Wolseys zurückführt. Der Kardinal wird daraufhin aus seinen königlichen Diensten entlassen, und das von ihm ehemals bewohnte Stadtpalais wird Anne als Geschenk übergeben. Umgeben vom Prunk realisiert die junge Frau, dass sie sich in Heinrich VIII. verliebt hat, und beide geben sich zum ersten Mal einander hin. Als Anne Boleyn schwanger wird, ehelicht der König sie heimlich. Die neue Ehefrau Heinrichs VIII. erhält eine glanzvolle Krönungszeremonie, aber die Bevölkerung auf der Straße huldigt nur Katharina, buht Anne aus und beschimpft sie als Hure. Die Heirat führt zur Abspaltung Englands von der römisch-katholischen Kirche und es wird die Anglikanische Kirche mit Heinrich als Oberhaupt installiert. Monate später bekommt Anne Boleyn mit der gemeinsamen Tochter, Prinzessin Elizabeth nicht den erhofften männlichen Thronfolger. Ab diesem Zeitpunkt kühlt sich die Ehe zwischen Anne und Heinrich merklich ab, und Lady Jane Seymour, eine von Annes Hofdamen, erregt die Aufmerksamkeit des Königs. Als Anne Boleyn die Liaison des Königs entdeckt, verbannt sie Jane Seymour vom königlichen Hof und spottet, sie habe das Gesicht eines einfältig lächelnden Schafes, aber nicht die Manieren. Während eines Aufruhrs von Sir Thomas Mores Opposition über die Ehe des Königs mit Anne Boleyn setzt diese den König unter Druck. Die hysterische Anne weigert sich, in Zukunft mit ihrem Ehemann das Bett zu teilen, sollte Thomas More nicht zum Tode verurteilt werden. Heinrich gibt der Forderung Annes nach, die bei ihrer zweiten Schwangerschaft einen toten Sohn zur Welt bringt. Heinrich VIII. fordert daraufhin seinen neuen Minister Thomas Cromwell auf, einen Weg zu finden, wie er die ihm lästig gewordene Ehefrau loswerden könnte. Daraufhin wird ein Diener Anne Boleyns, der Hofmusiker Marc Smeaton, gefoltert und von diesem das Geständnis erpresst, Ehebruch mit Anne Boleyn begangen zu haben. Kurz darauf werden vier weitere Männer, darunter auch die besten Freunde Heinrichs, des Ehebruchs mit Anne Boleyn angeklagt, während Anne in den Tower of London gebracht und dort unter Arrest gestellt wird. Kurze Zeit später wird Anne Zeugin, wie auch ihr Bruder in den Tower gebracht wird, der des Inzests mit seiner Schwester verdächtigt wird. Anne hält ihren Ehemann für geistesgestört und sich selbst dem Untergang geweiht. Bei der Verhandlung gegen sie kann Anne Boleyn ihre angeklagten Diener ins Kreuzverhör nehmen und der Falschaussage überführen. Heinrich VIII. sucht daraufhin seine Ehefrau in ihren Räumen im Tower von London auf. Er verspricht Anne die Freiheit, wenn sie die Ehe mit ihm für ungültig erklären lässt. Dies würde aber gleichzeitig ihre Tochter Elizabeth für illegitim erklären. Anne weigert sich, in die Annullierung der Ehe einzuwilligen. Sie ist eher bereit zu sterben, als Elizabeth zu verraten. Heinrich ohrfeigt sie, bevor er ihr mitteilt, dass dieser Ungehorsam ihren Tod bedeuten wird. Die Rückblende endet hier, Heinrich unterzeichnet das Todesurteil, einige Tage später tritt Anne Boleyn den Gang zum Schafott an und wird, da sie stets die französische Art so liebte, von einem französischen Scharfrichter elegant mit dem Schwert enthauptet statt von einem englischen Scharfrichter mit dem Beil. Heinrich VIII. macht sich auf, Jane Seymour zu ehelichen, während die letzten Filmsequenzen Anne Boleyns Tochter Elizabeth gewidmet sind, die im Garten herumtollt, als sie plötzlich Kanonenfeuer hört, das der Bevölkerung den Tod Anne Boleyns ankündigt. |
Di 22.02.11, 19.00 Uhr![]()
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"Elizabeth - Das goldene Königreich" historisches Filmdrama, 114 Minuten Regie: Shekhar Kapur; Großbritannien, Frankreich 2007 Musik: Craig Armstrong, A. R. Rahman Darsteller: Cate Blanchett (Elisabeth I.), Geoffrey Rush (Sir Francis Walsingham), Rhys Ifans (Robert Reston), Samantha Morton (Königin Maria I.), Jordi Mollà (König Philipp II.), Clive Owen (Sir Walter Raleigh), Abbie Cornish (Elizabeth Throckmorton), Eddie Redmayne (Anthony Babington), Tom Hollander (Sir Amyas Paulet), William Houston (Don Guerau De Spes), Laurence Fox (Sir Christopher Hatton), Adrian Scarborough (Calley), David Threlfall (Dr. John Dee), Steven Robertson (Francis Throckmorton), John Shrapnel (Lord Charles Howard), Malcolm Storry (Sir Francis Drake), Adam Godley (William Walsingham) Inhalt: Im Jahr 1585 regiert die englische Königin Elisabeth I. – ledig und ohne Nachkommen – ihr Land im 26. Jahr. Als protestantischer Herrscherin stehen ihr und ihrem Glauben vor allem Spanien, die Römisch-Katholische Kirche und – im eigenen Land – die schottisch-katholische Opposition in der Person ihrer Cousine Maria Stuart entgegen. Nachdem es ihrem engsten Berater Walsingham gelingt, eine Verschwörung aufzudecken, kommt es zum Eklat. Elisabeth sollte ermordet werden, um Maria auf den Thron von England zu setzen. Elisabeth lässt die Verantwortlichen hinrichten – unter ihnen auch Maria Stuart. Dies sieht der spanische König Philipp II. als Affront gegen sich und die Katholische Kirche – als deren weltlicher Beschützer er sich und sein Land sieht. Er forciert seine bereits laufenden Kriegsvorbereitungen in ganz Europa und stellt die Spanische Armada zum Kampf gegen England und die ihm verhasste Anglikanerin auf. Am Hofe in London sieht sich Elisabeth dem täglichen Werben um ihre Gunst ausgesetzt und bekommt von ihren Beratern ein ums andere Mal neue Kandidaten für eine Heirat präsentiert. Einzig dem draufgängerischen Seeräuber Walter Raleigh gelingt es, das Interesse der Königin zu erringen. Der Hofstaat beobachtet dies mit Argwohn. Elisabeth verliebt sich dennoch in Raleigh, will ihren Gefühlen aus Gründen der Staatsräson aber nicht nachgeben. So ermutigt sie ihre vertrauteste Hofdame Lady Elizabeth (genannt „Beth“), sich mit Raleigh anzufreunden, damit dieser häufiger am Hof weilt. Als Beth bald darauf ein Kind von Raleigh erwartet und ihn ohne das Wissen der Königin heiratet, fühlt Elisabeth sich verraten, verbannt sie vom Hofe und lässt Raleigh inhaftieren. Als sich die spanische Armada 1588 von Lissabon aus in Marsch setzt und unaufhaltsam der englischen Küste nähert, ergreift Elisabeth verzweifelte Maßnahmen, um ihr Land für den Kampf zu rüsten. Sie entlässt alle Gefangenen – darunter auch Raleigh – in die Freiheit. Dieser schließt sich mit seinen Männern der englischen Flotte im Kanal an. Die aufgrund der spanischen Übermacht schnell in die Defensive geratenen Engländer greifen in stürmischer See zur Kriegslist der Brandschiffe. Sie führt zum Erfolg gegen die im Hafen von Calais vor Anker liegende Armada. Es gelingt den Engländern, einen Großteil der spanischen Schiffe zu versenken oder zu beschädigen (siehe auch Seeschlacht von Gravelines). Elisabeth geht siegreich und gestärkt aus dem Kampf gegen Philipp hervor. Sie macht ihren Frieden mit Raleigh und Beth, segnet deren neugeborenen Sohn im Bewußtsein, dass sie selbst nur die „Mutter Englands“ sein wird und verabschiedet sich am Ende des Films vom sterbenden Walsingham, ihrem langjährigen Berater und engsten Vertrauten. |
Di 25.01.11, 19.00 Uhr![]()
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"Cromwell" historisches Filmdrama, 141 Minuten Regie: Ken Hughes; Großbritannien 1969 Musik: Frank Cordell Darsteller: Richard Harris (Oliver Cromwell), Alec Guinness (König Charles I.), Robert Morley (Earl of Manchester), Dorothy Tutin (Königin Henrietta Maria), Frank Finlay (John Carter), Timothy Dalton (Prinz Rupert), Patrick Magee (Hugh Peters), Charles Gray (Earl of Essex) Inhalt: Oliver Cromwell ist ein vermögender Gutsherr und ehemaliger Politiker. Mit der Politik des englischen Königs Charles I. ist er nicht einverstanden. Er plant, mit seiner Familie in die „Neue Welt“ auszuwandern. Doch am Vorabend seiner Abreise wird Cromwell in die politischen und religiösen Angelegenheiten verwickelt, die in den englischen Bürgerkrieg münden. Der König braucht Geld für die „Bischofskriege“ gegen Schottland und Irland. Das Englische Parlament will der Bewilligung der Gelder nicht zustimmen, bis Charles einer Reform hin zu einer konstitutionellen Monarchie zustimmt. Charles pocht auf die gottgleichen Rechte des Königs. Als Charles fünf Parlamentarier unter Arrest stellen lässt, kommt es zum Bürgerkrieg. Beide Parteien, die Monarchisten und die Parlamentarier, glauben, dass Gott auf ihrer Seite sei. Cromwell, von der mangelnden Effizienz der parlamentarischen Truppen schockiert, begründet eine neue Form von Armee, die New Model Army. Schon bald stellen sich Erfolge ein, so dass der König um Hilfe bei katholischen Nationen nachsucht, was wiederum seine protestantischen Unterstützer empört. Charles ist besiegt, doch als Edelmann lehnt er die Ansprüche Cromwells ab, das Parlament dem König gleichzustellen. Da Cromwell den König nicht umstimmen kann, wird der des Landesverrats angeklagt. Er wird schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Charles geht gefasst zur Exekution, was auch seine ärgsten Kritiker anerkennen. Es stellt sich heraus, dass das Parlament das Land nur schlecht regieren kann. Cromwell muss, wie König Charles, einiges wagen. Doch im Gegensatz zum König gelingen seine Unternehmungen, so dass die Regierung Stabilität gewinnt. Nach Cromwells Tod wird der Sohn des vorherigen Königs Staatsoberhaupt und nennt sich Charles II. Er beschwört, dass England nie wieder so sein wird, wie früher. |
Di 08.02.11 und 21.12.10, 19.00 Uhr![]() ![]()
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"Elizabeth" historisches Filmdrama, 124 Minuten Regie: Shekhar Kapur; Großbritannien 1998 Musik: David Hirschfelder Darsteller: Cate Blanchett (Elisabeth I.), Geoffrey Rush (Sir Francis Walsingham), Christopher Eccleston (Herzog von Norfolk), Joseph Fiennes (Robert Dudley), Richard Attenborough (William Cecil), Fanny Ardant (Marie de Guise), Éric Cantona (Monsieur de Foix), Vincent Cassel (Herzog von Anjou), Kathy Burke (Königin Maria I.), Edward Hardwicke (Graf von Arundel), John Gielgud (Papst), Daniel Craig (John Ballard), James Frain (Alvaro de la Quadra), Jamie Foreman (Graf von Sussex) Inhalt: Im England des Jahres 1554 ist der englische König Heinrich VIII. (engl. Henry) bereits seit sieben Jahren tot. Das Land ist geteilt in Katholiken und Protestanten. Heinrichs älteste Tochter Maria (engl. Mary), eine überzeugte Katholikin, herrscht als Königin. Da sie kinderlos ist, fürchten die Katholiken, dass Marias Halbschwester Elisabeth (engl. Elizabeth), eine Protestantin, die Thronfolge nach ihr antreten wird. Um dies zu verhindern, wird Elisabeth des Verrats und der Verschwörung mit Thomas Wyatt beschuldigt, woraufhin sie festgenommen und in den Tower von London gesperrt wird. Nachdem sich eine vermeintliche Schwangerschaft Marias als Tumor herausstellt und sie daran schließlich stirbt, wird Elisabeth freigelassen und zur neuen Königin ernannt. Als Marie de Guise in Schottland ihre französischen Truppen verstärkt, drängen die Berater der englischen Königin zum Krieg. Elisabeth gibt widerwillig nach, woraufhin ihre Truppen in der folgenden Schlacht vernichtend geschlagen werden. Ihr wird schließlich das Angebot gemacht, den Herzog von Anjou zu ihrem Mann zu nehmen, um damit einen Frieden mit Frankreich zu gewährleisten. Sie willigt schließlich ein, Anjou zu treffen, und lädt ihn zu sich nach England ein, obwohl sie in Robert Dudley, den Earl of Leicester, verliebt ist und mit diesem eine Affäre begonnen hat. Elisabeth erkennt, dass ihr Volk niemals zur Ruhe kommen kann und ihr Thron unsicher bleibt, solange die Kämpfe zwischen Katholiken und Protestanten in ihrem Land andauern. Es gelingt ihr, ein Religionsgesetz zu verabschieden, durch das der anglikanische Protestantismus vereinheitlicht und zur alleinigen Staatsreligion erklärt wird. Der Vatikan bezeichnet Elisabeth daraufhin als „Dienerin der Gottlosigkeit“ und reagiert mit einem Erlass des Papstes, der Elisabeth den Thron abspricht und jedem Bürger, der den Versuch unternimmt, die Königin zu ermorden, die Aufnahme ins Himmelreich zusichert. Mit Hilfe von ihrem engen Berater Sir Francis Walsingham kann sich Elisabeth jedoch gegen ihre Gegner behaupten. Eine von Thomas Howard, dem Herzog von Norfolk, angeführte Verschwörung gegen die Königin wird aufgedeckt und alle Beteiligten der Intrige, mit Ausnahme von Robert Dudley, werden getötet. Fünf Jahre nach der Krönung von Elisabeth, lässt sie sich ihre Haare kurz schneiden und verkündet, dass sie zur Jungfrau geworden und mit England verheiratet sei. Ihre Herrschaft sollte noch weitere 40 Jahre währen, wobei Walsingham bis zum Ende ihr zuverlässigster und loyalster Berater bleibt. Sie heiratet nie und lässt sich nie wieder auf ein privates Treffen mit Dudley ein; auf dem Todesbett habe sie jedoch seinen Namen geflüstert. Zum Zeitpunkt ihres Todes ist England das reichste und mächtigste Land in Europa. Die Zeit ihrer Herrschaft geht als „das Goldene Zeitalter“ (The Golden Age) in die englische Geschichte ein. Der Film ist an historische Tatsachen angelehnt, erlaubt sich jedoch für eine dramatischere Erzählweise der Handlung Abweichungen und künstlerische Freiheiten bei der Gestaltung der Personen und Ereignisse. |
Di 30.11.10, 19.00 Uhr
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"Ein Mann zu jeder Jahreszeit" Spielfilm, 118 Minuten Regie: Fred Zinnemann; Großbritannien 1966 Musik: Georges Delerue Darsteller: Paul Scofield (Thomas Morus), Wendy Hiller (Alice Morus), Leo McKern (Thomas Cromwell), Robert Shaw (Heinrich VIII.), Orson Welles (Kardinal Thomas Wolsey), Susannah York (Margaret Morus), Nigel Davenport (Herzog von Norfolk), John Hurt (Richard Rich), Corin Redgrave (William Roper), Vanessa Redgrave (Anne Boleyn) Inhalt: Ein Mann zu jeder Jahreszeit ist die Verfilmung der Lebensgeschichte von Thomas Morus. Der Film wurde 1966 unter der Regie von Fred Zinnemann gedreht und basiert auf dem Bühnenstück Thomas Morus (Originaltitel: A Man For All Seasons) von Robert Bolt, der auch das Filmdrehbuch verfasste. Das Filmdrama berichtet über den Gewissenskonflikt, in dem Thomas Morus sich befand, als er zu Gunsten des Königs seine religiösen Ansichten vergessen und Heinrich den VIII. als Oberhaupt der englischen Kirche anerkennen sollte. Thomas Morus gilt in England als einer der gerechtesten und weisesten Richter. Er ist Parlamentsmitglied und ein Vertrauter König Heinrichs des VIII. Dieser beabsichtigt, sich von seiner ersten Ehefrau, Katharina von Aragon, die ihm keinen männlichen Nachfolger gebären konnte, scheiden zu lassen, um seine Geliebte Anna Boleyn heiraten zu können. Dazu benötigt er die Genehmigung des Papstes. Lordkanzler Kardinal Wolsey bittet Morus vergeblich, ihm dabei zu unterstützen, auf die Kirche Druck auszuüben. Doch Morus' religiöse Einstellung verbietet es ihm, sich gegen den Papst zu stellen. Als Wolsey stirbt, macht der König ihn zu seinem Nachfolger als Lordkanzler. Doch auch weiterhin verweigert Morus dem König in Sachen seiner Scheidung die Gefolgschaft. Schließlich sagt sich der König von Rom los und macht sich selbst zum Oberhaupt der englischen Kirche. So kann er seine Heiratspläne endlich durchsetzen. Morus legt deswegen sein Amt als Lordkanzler nieder. Sein Nachfolger wird Staatssekretär Cromwell, einer der schärfsten Widersacher von Morus. Im Film wird der Gewissenskonflikt, in dem Morus sich befindet, dadurch deutlich gemacht, dass er einfach gar nichts mehr sagt. Da die neuen staatlichen Gesetze den göttlichen widersprechen, sieht Morus sein Schweigen als einzige Lösung. Doch dies wird von Cromwell als Missbilligung angesehen. Freunde von Morus versuchen immer noch ihn dazu zu bringen den Eid abzulegen, doch schließlich brechen Intrigen auf ihn ein, die ihn in den Tower und später in den Kerker bringen. Der junge Staatsbedienstete Richard Rich, der immer zu Thomas Morus aufgesehen hatte, zeigt die Charakterschwäche, die Morus immer hinter ihm vermutet hatte und verrät ihn an Cromwell. Vor dem Staatsgericht wird er zum Tode verurteilt. Und doch, obwohl er seine Familie, die er sehr liebt, verlieren wird, weigert er sich immer noch, gegen sein Gewissen zu handeln. 1535 wird Morus im Tower zu London enthauptet. Seine letzten Worte sind: Ich sterbe als treuer Diener des Königs, aber vor allem als treuer Diener Gottes. |
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Teil 1-4: Di 12.12.10, 19.00 Uhr Teil 5-8: Di 19.10.10, 19.00 Uhr
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"Masada" 8-teilige Miniserie, 360 Minuten (pro Teil 45 Minuten) Regie: Boris Sagal; USA 1981 Musik: Jerry Goldsmith, Morton Stevens Darsteller: Peter O’Toole (Lucius Flavius Silva), Peter Strauss (Eleasar ben Ja'ir), Barbara Carrera (Schewa), Nigel Davenport (Gaius Licinius Mucianus), Alan Feinstein (Aaron), Giulia Pagano (Miriam), Anthony Quayle (Rubrius Gallus), Denis Quilley (Feldherr Marcus Quadratus), Paul L. Smith (Gideon), Anthony Valentine (Tribun Merovius), Timothy West (Vespasian), David Warner (Pomponius Falco), George Peter Innes (Titus), David Opatoshu (Schimon), Richard Pierson (Ephraim), Jack Watson (Dekurion), Joseph Wiseman (Jerahmel), Richard Basehart (Erzählerstimme (i.O.)), Gert Günther Hoffmann (Erzählerstimme (dt.)) Inhalt: Masada ist der Titel einer achtteiligen Miniserie (ein Teil zu je 45 Minuten), die 1981 produziert wurde. Sie erzählt den verzweifelten Kampf der Juden gegen die römische Besatzungsmacht und das dramatische Ende des Volksaufstands auf der Festung Masada. Das Drehbuch basiert auf dem Roman The Antagonists des US-amerikanischen Schriftstellers Ernest K. Gann. Die Serie ist in eine Rahmenhandlung eingebettet. Gezeigt wird zu Beginn, wie junge israelische Rekruten zu Beginn der 1980er Jahre auf der Felsenfestung Masada ihren Eid ablegen und sich dabei zurückerinnern. Einst war ihr Land vom Römischen Reich annektiert. Als die Juden rebellieren, lässt Rom Jerusalem niederbrennen und den Heiligen Tempel zerstören. Hunderte verzweifelte Gläubige fliehen in die Wüste; hier schließen sie sich dem charismatischen Widerstandskämpfer Eleasar ben Ja'ir an. Dieser überfällt nachts die Lager der Römer, zündet deren Kornkammern an und vernichtet so die Steuereinnahmen für den Kaiser. Rom und dessen Kaiser werden in Judäa von Lucius Flavius Silva repräsentiert, der nach sieben anstrengenden Jahren dort die Zehnte Legion Roms gerne wieder nach Hause führen möchte. Um mit Eleasar einen Waffenstillstand zu vereinbaren, trifft er sich eines Nachts mit ihm. Eleasar besteht darauf, ein steuerfreies Jahr für die Bevölkerung zu erwirken. Gleichzeitig fordert er, dass ein Teil des Südens Israels von den Römern geräumt werden soll. Silva, Pragmatiker und Realist, ist überzeugt, dass Kaiser Vespasian dem zustimmen wird, und reist kurz darauf nach Rom. In der Zwischenzeit, so verspricht es Eleasar, werden die Übergriffe der Juden auf die römischen Truppen aufhören. Doch Kaiser Vespasian, der von der politischen Opposition wegen seiner zu weichen Haltung gegenüber den jüdischen Provinzen attackiert wird, denkt nicht daran, die Forderungen der Banditen zu erfüllen, und enteignet daraufhin Hunderte Grundbesitzer, darunter die Essener. Eleasar zieht sich daraufhin mit Hunderten Anhängern sowie mit seiner Frau Miriam und ihrem Sohn Ruben auf die Felsenfestung Masada zurück. Silva, der vom Kaiser zum Legaten befördert worden ist, folgt ihm. Die Festung scheint uneinnehmbar, bis der römische Feldherr Rubrius Gallus den Einfall hat, mit Steinen und Geröll eine Belagerungsrampe zu errichten. Obwohl die Juden auf Masada den Bau der Rampe mit Pfeilen aufzuhalten versuchen, sind die Römer einfallsreicher und verpflichten jüdische Zwangsarbeiter zum Bau der Rampe. Silva versucht zwar noch immer, eine friedliche Lösung herbeizuführen und mit Eleasar zu verhandeln, doch zwingt ihn der Kaiser zu einer Entscheidung, als dieser seinen Vertrauten Pomponius Falco nach Masada schicken lässt, der Silva kurzzeitig entmachtet und Zwangsarbeiter mit Steinschleudern gegen den Felsenhügel schleudern lässt, um die Aufgabe der in Masada Belagerten zu erzwingen. Silva kann das Kommando wieder an sich reißen, verspricht zwar, jetzt noch mehr denn je, die Juden auf Masada zu vernichten. Eleasar und seine Anhänger haben keine Wahl. In der Nacht bevor Masada endgültig in die Hände der Römer fällt, begehen 900 Menschen Suizid. Silva erkennt nun, dass sein Verhalten nichts bewirkt habe und dass er letztendlich nur einen nackten Felsen in einer Wüste erobert habe. |
Di 29.06.10, 19.00 Uhr
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"Exodus" Spielfilm, 199 Minuten Regie: Otto Preminger; USA 1960 Darsteller: Paul Newman (Ari Ben Canaan), Eva Marie Saint (Kitty Fremont), Ralph Richardson (Gen. Sutherland), Peter Lawford (Maj. Caldwell), Lee J. Cobb (Barak Ben Canaan), Sal Mineo (Dov Landau), John Derek (Taha), Jill Haworth (Karen), Hugh Griffith (Mandria) Inhalt: Palästina nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Land wird verwaltet von britischen Besatzungsmächten. Als dem Schiff „Exodus“ mit europäischen Flüchtlingen das Anlegen verweigert wird, macht sich Ari Ben Canaan mit Hilfe der Hagana daran, den Flüchtlingen die Einwanderung zu ermöglichen. Der zweite Teil des Films spielt in Palästina in den letzten Monaten der britischen Mandatszeit vor der Staatsgründung Israels. Vor dem realen Hintergrund des Anschlages auf das King David Hotel schildert der Film dann u.a. eine Befreiungsaktion im britischen Gefängnis in Akko. Der Film mischt historische Ereignisse mit fiktiven Handlungssträngen, die der Dramatik des Filmstoffes dienen. |
Di 25.05.10, 19.00 Uhr
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"Eretz Israel, heim ins gelobte Land" Dokumentation Filmautor: Prof. Alan Rosenthal; ARTE/ZDF, 2007 Inhalt: Die Dokumentation erzählt die ungeheuerliche Geschichte einiger mit amerikanischen und kanadischen Freiwilligen bemannten Schiffe, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges deportierte Juden aus Sammellagern, so genannte Displaced Persons, von Amerika aus heimlich an die Küsten Palästinas brachten. Die Seeleute handelten gegen den Willen Großbritanniens, das seinerzeit eine Blockade gegen jüdische Heimkehrer nach Palästina verhängt hatte. Geschildert werden Zusammenstäße mit den Briten am Beispiel zweier Schiffsbesatzungen, der der "Hatikva" und der der "Pan York", die von Baltimore aus nach Palästina fuhren. Ein großer Teil der Geschichte wird an den Originalschauplätzen erzählt. |
Di 27.04.10, 19.00 Uhr
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"Paradise Now" Spielfilm, 90 Minuten Regie: Hany Abu-Assad; Niederlande, Israel, Deutschland, Frankreich 2004 Darsteller: Kais Nashef (Said), Ali Suliman (Khaled), Lubna Azabel (Suha), Amer Hlehel (Jamal), Hiam Abbass (Saids Mutter), Ashraf Barchoum (Abu Karem) Inhalt: Die beiden Freunde Khaled und Said werden als Selbstmordattentäter einer (im Film namenlosen) Terrororganisation nach Israel geschickt. Der erste Anschlagsversuch schlägt fehl. Bevor es zu einem zweiten kommt, haben die beiden Zeit, über ihr Tun nachzudenken. Bei Khaled werden die Zweifel an der Richtigkeit seines Tuns immer größer, während Saids Entschlossenheit noch zunimmt. Saids Vater wurde von einer palästinensischen Terrororganisation als „Kollaborateur“ liquidiert, was es für ihn zum Motiv für seine Tat werden lässt, die Familienehre wiederherzustellen. Auch die Liebe der Menschenrechtsaktivistin Suha, die für eine friedliche Konfliktlösung steht, kann ihn nicht von seiner Tat abbringen. Der Film suggeriert, dass Suha, die nicht in den palästinensischen Gebieten lebt, keine Ahnung von den Verhältnissen dort hat, demzufolge auch ihre Argumente den Hauptakteuren wenig stichhaltig erscheinen. Am Ende führt Said seinen Anschlag durch, was im Film jedoch nur durch ein grelles weißes Licht angedeutet wird. |
Di 23.02.10, 19.00 Uhr
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"Die syrische Braut" Spielfilm, 97 Minuten Regie: Eran Riklis; Israel, Deutschland, Frankreich 2004 Darsteller: Hiam Abbass (Amal), Makram Khoury (Hammed), Clara Khoury (Mona), Ashraf Barhom (Marwan), Eyad Sheety (Hattem), Evelyn Kaplun (Evelyna), Julie-Anne Roth (Jeanne), Adnan Tarabshi (Amin), Marlene Bajali (Die Mutter) Inhalt: Mona aus Majdal Shams, einem drusischen Dorf in dem von Israel besetzten Teil der Golanhöhen, soll den syrischen Fernsehstar Tallel aus Damaskus heiraten. Der Bräutigam, den sie nur aus dem Fernsehen kennt, wurde für sie von ihrer Familie ausgesucht. Um sich vermählen zu können, muss sie ihre Familie für immer verlassen, denn wenn sie die Grenze nach Syrien einmal überschritten hat, wird Mona nie mehr in ihre Heimat zurückkehren können. Für Mona bedeutet die Heirat nicht nur den endgültigen Abschied von ihrer Familie, der ihr sichtlich schwer fällt, sondern auch eine Befreiung von deren traditionellen Zwängen. So begibt sich am Hochzeitstag die Braut, begleitet von der ganzen Familie, mit gemischten Gefühlen auf den Weg zur Grenze. Doch hier scheint die monatelang geplante Hochzeit plötzlich an den unerwarteten bürokratischen Hürden der Grenzbeamten zu scheitern. |
Di 02.02.10, 19.00 Uhr![]()
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"Milch und Honig" - Teile 4-6 Film in 6 Teilen; pro Folge 45 Minuten Regie: Haïm Bouzaglo, Frankreich 2008 Darsteller: Bernard Campan, Jocelyn Quivrin, Julia Levy, Katia Lewkowicz, Liron Levo, Marc Ruchmann, Marie-France Pisier, Nadia Farès, Ran Yaniv, Danny Rytenberg; u. v. a. Inhalt: 1947, kurz vor der Staatsgrüündung Israels, versuchen Männer und Frauen gegen den Widerstand der britischen Armee ins Gelobte Land zu gelangen. MILCH UND HONIG erzählt die Geschichte ihrer strapaziösen Reise. 4. Folge: Auf Zypern, im Lager von Famagusta, gelingt es Elie, die englischen Bewacher zu täuschen und Kontakte mit der Außenwelt zu knüpfen. Die überraschende Ankunft von Ashriels energischer Tante Emma macht den anderen Lagerinsassen neuen Mut. Im Kibbuz setzt Jacques seinen Dialog mit den Palästinensern fort, während Antoine sein Herz an Leila verliert. Die arabische Hebamme arbeitet für Abraham, den Arzt des Kibbuz. Ihre Annäherung ruft auf beiden Seiten Misstrauen hervor. Als der Arzt in einem Hinterhalt ums Leben kommt und der gemeinschaftlich genutzte Brunnen in die Luft gesprengt wird, eskaliert die Lage. 5. Folge: Für die Lagerinsassen in Zypern geht das Warten weiter. Sie träumen vom Gelobten Land. Nachdem Emma den britischen Befehlshaber des Lagers verführt hat, um zum Meer zu gelangen, graben ihre Mitgefangenen unter der Anleitung der Bohbot-Brüder einen Tunnel zum Strand. Dov hat seinerseits ein Boot für die Flucht organisiert. Die Spannungen zwischen dem Kibbuz und dem arabischen Dorf nehmen zu und finden ihren Höhepunkt in der brutalen Ermordung von Leila und Jacques. 6. Folge: Antoine ist nach Leilas Ermordung zum zweiten Mal aus der Bahn geworfen und spielt mit dem Gedanken, nach Frankreich zurückzukehren. Moishe schwoauml;rt den benachbarten Arabern Rache und verübt ein blutiges Attentat, bei dem ein junger Soldat stirbt. In Zypern planen Dov und Ashriel die letzten Einzelheiten der Flucht. Der Zeitpunkt ihrer Umsetzung rückt näher. In der Zwischenzeit versöhnt die Hochzeit von Rebecca, einer sephardischen Jüdin, und Albert, einem aschkenasischen Juden die zwei Gemeinschaften. Im Internierungslager inszeniert Dédé ein Ablenkungsmanöver, indem er einem englischen Wächter einen Boxkampf vorschlägt. So hat das von Dov organisierte Boot freie Fahrt. Doch die Flüchtlinge erwartet ein letztes Hindernis … |
Di 26.01.10, 19.00 Uhr![]() ![]()
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"Milch und Honig" - Teile 1-3 Film in 6 Teilen; pro Folge 45 Minuten Regie: Haïm Bouzaglo, Frankreich 2008 Darsteller: Bernard Campan, Jocelyn Quivrin, Julia Levy, Katia Lewkowicz, Liron Levo, Marc Ruchmann, Marie-France Pisier, Nadia Farès, Ran Yaniv, Danny Rytenberg; u. v. a. Inhalt: 1947, kurz vor der Staatsgrüündung Israels, versuchen Männer und Frauen gegen den Widerstand der britischen Armee ins Gelobte Land zu gelangen. MILCH UND HONIG erzählt die Geschichte ihrer strapaziösen Reise. 1. Folge: Polen 1946. Wie viele europäische Juden wurde Léa Goldenberg deportiert und ausgeraubt. Nun sucht sie verzweifelt nach ihrer Tochter Hannah. Einsam und orientierungslos, beschließt sie nach Palästina auszuwandern. Der Weg an der britischen Blockade vorbei führt nach Marokko, wo der aus Frankreich stammende Jude Dov, Mitglied der Untergrundorganisation Haganah, die heimliche Ausreise ins Gelobte Land organisiert. Er trifft die Geschwister Ashriel und Perla und andere Teilnehmer der Überfahrt. Gleichzeitig laufen in Frankreich die Vorbereitungen weiterer Auswanderungswilliger. Der aus der Normandie stammende Katholik Antoine verlor bei einem Bombeneinschlag Frau und Tochter. Nun ist er mit Marc, dem Sohn eines von den Nazis ermordeten jüdischen Freundes, alleine. Er beschließt, alles zu versuchen, um Marc die Reise nach Palästina zu ermöglichen. In einem Café in Marseille begegnet Marc seiner ehemaligen Lehrerin Angèle, die nach ihrer Deportation in die Heimat zurückgekehrt ist. Léa, Angèle, Antoine, Marc und viele andere finden sich zur Abreise in Port-de-Bouc ein. Der von Dov gemietete alte spanische Frachter Yehuda Halevi liegt bereits im Hafen. Das überfüllte Schiff legt ab und nimmt Kurs auf Haifa. 2. Folge: Während der Überfahrt mehren sich die Probleme auf dem Frachter: Die hygienischen Bedingungen sind schlecht, ein Motorschaden tritt auf, ein kleines Mädchen stirbt und ein Verräter wird entdeckt. Das Verhältnis zwischen den osteuropäischen Aschkenasim und den vorwiegend aus Nordafrika stammenden Sephardim wird immer gespannter. Dennoch entstehen unter den Passagieren auch Freundschaften und sogar eine Liebesbeziehung. Perla verliebt sich in Max, der nun Moishe heißt. Als das Schiff in Palästina anlegt, tauchen Engländer am Strand auf. Die Hälfte der Einwanderer wird auf dem Schiff festgesetzt und nach Zypern gebracht. Die übrigen Passagiere können fliehen. Dank ihrer Hilfe erreicht auch der beim Angriff verletzte Moishe den Kibbuz. 3. Folge: Die Palästina-Fahrt endete in einem Fiasko. Dov, Ashriel, Perla und einige andere treffen im Internierungslager in Zypern ein. Dort erwarten sie Gemeinschaftsduschen und Stacheldraht. Die Überlebenden der Konzentrationslager müssen ihre schlimmsten Alpträume nochmals durchleben. Dov und Ashriel planen den Ausbruch der Gruppe. Die anderen lassen sich nach gelungener Flucht im Kibbuz nieder. Léa trifft dort auf ihre Tochter Hannah, während Jacques, ein aus Algerien stammender Passagier, die ersten Kontakte mit den Palästinensern des Nachbardorfes knüpft. Perla und Moishe wurden getrennt und beginnen einen leidenschaftlichen Briefwechsel. |
Di 22.12.09, 19.00 Uhr
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"Jakob Hutter und die Hutterer" Historischer Film; 82 Minuten Regie: Thomas F. J. Lederer, Österreich 2005 Produzent: Louis Holzer Inhalt: Verfilmung der Enstehung der Hutterer im 16. Jahrhundert Liebe deinen nächsten wie dich selbst.? Dies war das Lebensprinzip des Täufers Jakob Hutters. Seinem Vorbild folgten Menschen, die bereit waren, für ihren Pazifismus, für Toleranz und ihre religiöse Überzeugung schwerste Verfolgungen zu ertragen: Die Hutterer. In bewegenden Bildern schildert dieser Film Jakob Hutters Leben bis zu seiner Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen am 25. Februar 1536 in Innsbruck. Jakob Hutter (auch Huter oder Hueter) (geboren in Moos, Weiler in der Nähe von St. Lorenzen bei Bruneck im Pustertal - Südtirol; gestorben am 25. Februar 1536 in Innsbruck) war ein Führer und Organisator des Tiroler Täufertums. Er gilt als Namensgeber der Hutterer. Hutter erlernte in Prags das Hutmacherhandwerk und begab sich dann auf Wanderschaft. Eventuell in Klagenfurt machte er Bekanntschaft mit dem Täufertum. Nach seinem Übertritt zur täuferischen Lehre zog er als Prediger durch das Pustertal und gründete dort einige kleine Gemeinden. Als Anfang 1529 die Obrigkeit von den Vorgängen im Pustertal erfuhr, begann die Verfolgung der Täufer auch in Tirol. Man suchte nach Auswegen und entsandte Hutter und einige andere nach Mähren, weil man gehört hatte, dass die Täufer dort nicht verfolgt werden, um die Lage dort zu erkunden. Nachdem sich die Lage dort als günstig herausstellte, beschlossen die Tiroler Täufer nach Mähren überzusiedeln. Allerdings zogen die Täufer nicht alle auf einmal dorthin, sondern nach und nach in kleineren Gruppen. So beschloss Hutter, erst einmal in Tirol zu bleiben, um die dortigen Täufer mit dem Wort Gottes zu versorgen. Hutter entging der Gefangennahme durch die Obrigkeit, da verhaftete Täufer trotz grausamster Verhörmethoden nie seinen derzeitigen Aufenthaltsort verrieten. Bereits 1527 hatte Ferdinand I., als Kronprinz und späterer Kaiser zu diesem Zeitpunkt Erzherzog von Österreich, Steiermark, Kärnten, Krain und Tirol, verkündet, dass man derartige "verführerische Lehren und ketzerische Sekten" keineswegs dulden werde. Hutter selbst ging 1533 nach Mähren, nachdem die Verfolgung der Täufer in Tirol ihren Höhepunkt erreicht hatte. Viele Täufer aus der Pfalz, Schwaben und Schlesien kamen nach Mähren. Hutter gelang es, die dortigen Täufergemeinden vor Spaltungen zu bewahren, und so erreichte das Täufertum in Mähren eine Blätezeit. Unter Hutters Fährung wurden mehrere gemeinsame Siedlungen gegründet, in denen die urchristliche Gütergemeinschaft verwirklicht werden konnte. 1535 beschloss der mährische Landtag die Ausweisung aller Täufer aus Mähren. Die Täufer verstreuten sich auf die umliegenden Länder. Hutter selbst ging wieder nach Tirol. Dort wurde er am 30. November 1535 in Klausen verhaftet und in die bischöfliche Festung Branzoll gebracht. Am 9. Dezember wurde Hutter nach Innsbruck verlegt. Er wurde verhört und man versuchte ihn zum Widerruf zu bewegen. Da er weder widerrief noch die Namen weiterer Täufer preisgab, wurde er hochnotpeinlichen Verhörmethoden unterzogen, die ihn aber nicht brechen konnten. Hutter wurde schließlich zum Feuertod verurteilt und starb am 25. Februar 1536 auf dem Scheiterhaufen in Innsbruck am Goldenen Dachl. Laut der Hutterischen Chronik richtete man allein in Tirol insgesamt 360 Täufer hin. |
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Di 24.11.09, 19.00 Uhr |
"The Radicals - M. und M. Sattler" Inhalt: Der Film handelt von Michael Sattler und den Zürcher Täufern Michael Sattler (um 1490 in Staufen im Breisgau geboren und am 21. Mai 1527 in Rottenburg am Neckar gestorben) gehörte neben Konrad Grebel und Felix Manz zu den führenden Persönlichkeiten der ersten Täufergeneration. Über das genaue Geburtsdatum, die Herkunft und die Jugendzeit Michael Sattlers ist so gut wie nichts bekannt. In den biographischen Skizzen wird lediglich erwähnt und belegt, dass Sattler an der Freiburger Universität immatrikuliert war und sich dem Studium der Theologie und Philosophie widmete. Nach seinem Examen entschied sich Sattler für die monastische Lebensweise und trat in ein nahe bei Freiburg liegendes und dem Petrus geweihten Kloster der Benediktiner ein. Aufgrund seiner besonderen Begabungen erwarb er sich das Vertrauen der Ordensleitung und wurde alsbald zum Prior der Abtei berufen. Sattlers besonderes Interesse galt dem paulinischen Schrifttum im Neuen Testaments der Bibel. Fasziniert war er vor allem von der Auslegung dieser Schriften durch die Reformatoren Martin Luther und Huldrych Zwingli. Die dadurch gewonnenen Einsichten veranlassten ihn 1523, seinen Stand als Mönch und Prior aufzugeben. Michael Sattler verließ das Kloster, heiratete (wahrscheinlich 1524) und ging nach Zärich, wo er im Frähjahr 1525 eintraf. Die Gründung der Zürcher Täufergemeinde war erst wenige Wochen zuvor vollzogen worden, als Sattler und seine Ehefrau in Zürich ihren Wohnsitz nahmen. Über welche Personen und auf welche Weise das Ehepaar Sattler mit der jungen freikirchlichen Gemeinde Kontakt aufnahmen, ist ungewiss. Historisch abgesichert ist: Bereits am 18. November 1525 – so erfahren wir aus den Täuferakten – werden sie vom Zürcher Rat wegen ihres täuferischen Engagements aus Zärich ausgewiesen. 1526 gelangte Michael Sattler über Horb und Rottenburg nach Straßburg, wo er anfangs – wie viele andere Glaubensflüchtlinge auch – Zuflucht und Asyl fand. Sattler stieß auch dort auf Glaubensverwandte und organisierte gemeinsam mit ihnen eine Täufergemeinde. Darüber geriet er mit den Straßburger Reformatoren Martin Bucer und Wolfgang Capito in einen tiefen Gegensatz, was schließlich dazu führte, dass er die Stadt verließ, um in der österreichischen Grafschaft Hohenberg als täuferischer Sendbote zu missionieren. 1527 kehrte Sattler in die Gegend um Horb und Rottenburg zurück. Am 24. Februar desselben Jahres leitete er eine Zusammenkunft der Schweizer Brüder in Schleitheim. Ziel dieser Konferenz war es, ein gemeinsames Bekenntnis der inzwischen stark angewachsenen Täuferbewegung zu verfassen. Unter der Federführung Michael Sattlers entstanden unter dem Titel Brüderliche Vereinigung etlicher Kinder Gottes die sogenannten Schleitheimer Artikel. Dieses Glaubensbekenntnis war die bekenntnishafte Grundlage der folgenden Täufergenerationen und gleichzeitig Gegenstand einer Reihe von theologischen Entgegnungen und Flugschriften Zwinglis und Calvins. Während der Zürcher Reformator 1527 im zweiten Teil seines Elenchus auf Sattlers Artikel eingeht, nimmt Calvin noch 1544 in seiner polemischen Schrift Eine kurze Belehrung, um alle guten Gläubigen gegen die kommunistische Sekte der Wiedertäufer zu wappnen gegen Michael Sattler Stellung. Michael Sattler kehrte 1527 nach Horb zurück und wurde am 17. Mai desselben Jahres von den römisch-katholischen Behörden gefangen genommen, zunächst nach Binsdorf und schließlich in die Stadt Rottenburg verbracht. Dort fanden am 17. und 18. Mai die Gerichtsverhandlungen statt. Neun Anklagen, die einen bedeutsamen Einblick in Sattlers Lehre geben, wurden seitens des Gerichtes gegen ihn erhoben. Die Hinrichtung Michael Sattler erfolgte am 21. Mai 1527 in Rottenburg. Sattlers Ehefrau Margaretha wurde einige Tage später im Neckar bei Rottenburg ertränkt. |
| Di 27.10.09, 19.00 Uhr |
"Ursula" Literaturverfilmung; 110 Minuten Regie: Egon Günther, Koproduktion von DDR-Fernsehen und Schweizer Fernsehen 1978 Darsteller: Matthias Habich, Jutta Hoffmann, Wolf Kaiser, Klaus Piontek, Jörg Reichlin, Suzanne Stoll; u. v. a. Inhalt: Der Reisläufer Hansli Gyr kehrt 1525 aus der Lombardei in seine Heimat am Zürichsee zurück und muss zu seinem Schrecken feststellen, dass das sektiererische Wesen des Täufertums hier um sich gegriffen und auch das Nachbarsmädchen Ursula völlig verändert hat, das er schon seit langem heiraten will. So bietet ihm Ursula gleich bei seiner Rückkehr ihre Liebe an, als ob es einer ordentlichen Eheschliessung und Hochzeit gar nicht mehr bedürfe. Im Hause von Ursulas Vater, des Bauern Ennoch Schnurrenberger, der ebenfalls dem neuen Glauben anhängt, treffen sich dessen Freunde und werden in ihren schwärmerischen Reden vom kurz bevorstehenden Reich Gottes auf Erden vorgestellt, in denen sie heftig gegen die neue Zürcher Obrigkeit und ihr Haupt, den Reformator Huldrych Zwingli losziehen. Hans Gyr zieht daraus nur einen Schluss: Dass er sich informieren muss, was Zwingli in Zürich macht, den er als Feldprediger in der Schlacht bei Marignano kennen und schätzen gelernt hat. Er wird zum Parteigauuml;nger Zwinglis, der zwar den Reislauf bekämpft, seine Reformation aber mit Waffengewalt zu verteidigen und durchzusetzen bereit ist. Als die Täufer verhaftet und in Zürich eingesperrt werden, verhilft ihnen Hans Gyr zur Flucht, weil ihm die verwirrte Ursula, die ihn zuletzt nicht mehr erkannte, sondern für den Engel Gabriel hielt, leidtut. Später nimmt er am ersten Müsserkrieg teil und versucht, Zucht und Ordnung bei den Zürcher Knechten aufrecht zu erhalten, weshalb sie ihn in ein Gasthaus locken und betrunken machen. Der Anblick der schönen Freska, die ihn bedient, betört ihn, er folgt ihr ins Innere des Hauses - aber dort entdeckt er einen Ring an ihrem Finger, der demjenigen gleicht, den er einst Ursula übergestreift und den sie zurückgewiesen hat. Freska sagt ihm, sie sei fest an einen Mann vergeben, der als Bandit gelebt hat und als Auftragsmörder im Gefauuml;ngnis sitzt. Reuig erinnert sich Hans Gyr an Ursula: Freska hält einem Banditen die Treue, er aber wollte ein Mädchen vergessen, das nichts weiter als religiös verwirrt war! Er kehrt nach Hause zurück, wo grosse Unruhe herrscht: Zwischen den reformierten und den altgläubigen Kantonen kommt es zum Kappeler Krieg. Als Ursula hört, dass ihr Verlobter zurück ist und Männer für den Feldzug anwirbt, fällt die Verwirrung von ihr ab, sie rüstet sich mit Proviant aus, zieht dem Heerzug nach und verbirgt sich zwischen den Wurzeln einer alten Buche im Wald. Durch diesen Wald bricht die Hauptmacht der Katholischen hindurch und besiegt die Zürcher Streitmacht vollständig. Zwinglis Tod wird beschrieben, Hans Gyr ist, rückwärts schreitend im Kampf, in einen Graben gefallen und liegt betäubt an seinem Grund. Dort spürt Ursula ihn auf und rettet ihn mit Hilfe zweier katholischer Männer, die helfen, ihn in ein Kloster zu bringen. Hans Gyr und Ursula Schnurrenberger werden ein Paar, und "gegen zweihundert Jahre" hausten ihre "Nachkommen auf dem gut bestellten Hofe, welcher der Gyrenhof benannt wurde." Ursula ist eine Erzählung von Gottfried Keller. Sie erschien im Rahmen der Züricher Novellen 1877 |
Di 29.09.09, 19.00 Uhr
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"Calvin - portrait sensible" Dokumentation; 60 Minuten Inhalt: Ein Portrait über das Leben und Wirken des bedeutenden Reformators Johannes Calvin (1509 - 1564). |
Di 30.06.09, 19.00 Uhr![]()
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"Die heilige Johanna" Historischer Film; 110 Minuten Regie: Otto Preminger, USA 1957 Darsteller: Jean Seberg; Adolf Wohlbrück; Richard Widmark; u. v. a. Inhalt: Im Jahre 1420 halten die Engländer fast den gesamten Norden Frankreichs besetzt und ringen um die Thronfolge in Frankreich. Eine jungen lothringische Bauerntochter namens Johanna glaubt, göttliche Stimmen zu hören und erscheint beim französischen König Karl VII. Sie bedrängt ihn, ihr ein Heer zu überlassen, und damit die Stadt Orleans von den Engländern zu befreien. Tatsächlich schafft sie es, die Stadt zurück zu erobern und damit das Kriegsglück zugunsten Frankreichs zu wenden. Johanna fällt bei einem ihrer Siege in die Hände der Feinde und muß sich vor der kirchlichen und weltlichen Obrigkeit der Ketzerei verantworten und wird zum Tode verurteilt..." |
Di 26.05.09, 19.00 Uhr![]()
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"Martin Luther - Gegen Papst und Rom" (1) "Martin Luther - Revolutionär wider Willen" (2) 2-teilige Dokumentation; 120 Minuten Regie: Cassian Harrison Darsteller: Timothy West (Luther) u. v. a. Inhalt: Cassian Harrison, der für Produktion, Drehbuch und Regie verantwortlich ist, gibt in aufwendig inszenierten Realszenen einen Einblick in die Zeit und in die Umwelt Martin Luthers. Teil 1: Am 10. November 1483 wird Martin Luther in eine spannungsgeladene Welt hineingeboren, in der die römisch-katholische Kirche die Vormachtsstellung in geistlichen und auch in weltlichen Belangen innehat. Aufgewachsen in einem überaus strengen Elternhaus, beginnt Martin Luther Rechtswissenschaft in Erfurtzu studieren. Bei einer nächtlichen Reise gerät er in ein heftiges Unwetter. Den Tod vor Augen, gelobt er Mönch zu werden. Aber nach seinem Eintritt in den strengen Augustinerorden erwachen in Martin Luther die ersten Zweifel, ob sich die Heilsversprechungen der Kirche erfüllen werden. Diese Zweifel werden bei einer Pilgerfahrt nach Rom noch wachsen. Denn dort, in der Ewigen Stadt, entdeckt er mit Entsetzen, wie korrupt und zynisch das Zentrum der Christenheit geworden ist. Voller Verzweiflung sucht Luther Zuflucht in der Bibel - und kommt zur Einsicht, dass nicht die Kirche, sondern nur der eigene, individuelle Glaube ihm das Seelenheil und die Erlösung garantieren können. Kurz darauf stellt er sich gegen Papst und Rom und greift in seinen berühmten 95 Thesen den seit längerem von der Kirche praktizierten Ablasshandel an. Damit begibt er sich auf Konfrontationskurs mit der mächtigsten Institution seiner Zeit. Teil 2: m 31. Oktober 1517, am Vorabend des Allerheiligentages, verfasst Martin Luther 95 Thesen, in denen er die Verweltlichung der Kirche und vor allem den überhand nehmenden Ablasshandel heftig attackiert. Damit geht er öffentlich auf Konfrontationskurs mit einer der mächtigsten Institutionen der westlichen Welt, mit der römisch-katholischen Kirche. Rom setzt all seine Macht daran, den rebellischen Mönch zum Schweigen zu bringen. Er wird der Häresie und Ketzerei bezichtigt, schließlich greift die Kirche zu einer ihrer schwersten Strafen: Luther wird exkommuniziert. Unterstützung findet Martin Luther jedoch bei seinem Landesherrn, bei Friedrich dem Weisen, Kurfürst von Sachsen. Unter dessen Schutz verfasst Luther weiterhin geharnischte Kritik an der Kirche und entwickelt dabei ein neues Verständnis von Religion: Die Freiheit der Gläubigen wird dabei über die Macht und Rituale der Kirche gestellt. Im Jahr 1521 wird Martin Luther vor den Reichstag in Worms zitiert. Obwohl ihm Folter und Hinrichtung drohen, weigert er sich, seinen Thesen abzuschwören. Luther predigt weiterhin das Recht des Einzelnen auf individuellen Glauben. Sein unerschrockenes Auftreten wird rasch zum Ausgangspunkt für eine Erneuerungsbewegung, die sich wie ein Lauffeuer über den ganzen Kontinent ausbreitet. Doch als sich die spirituelle Reformation zu einer politischen Befreiungsbewegung wandelt, fühlt sich Luther überrumpelt. Er bleibt zurück, vergeblich protestierend, dass sich seine Anhänger weltlichen Dingen zuwenden anstatt sich einzig und allein mit Gott und mit ihrem Glauben zu befassen. |
Di 28.04.09, 19.00 Uhr
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Spezial-Termin: Auf den Spuren Luthers durch Ostdeutschland Dia-Vortrag von und mit Rita und Walter Gschanes |
Di 31.03.09, 19.00 Uhr![]() ![]()
mit Untertitel für Hörbehinderte |
"Luther" Biografie; 121 Minuten Regie: Eric Till, Deutschland 2003 Darsteller: Joseph Fiennes (Martin Luther), Alfred Molina (Johann Tetzel), Uwe Ochsenknecht (Papst Leo X.), Jonathan Firth (Girolamo Aleander), Claire Cox (Katharina von Bora), Sir Peter Ustinov (Friedrich der Weise), Bruno Ganz (Johann von Staupitz), Mathieu Carriere (Kardinal Jakob Cajetan), Benjamin Sadler (Georg Spalatin), Torben Liebrecht (Kaiser Karl V.), Jochen Horst (Karlstadt), Maria Simon (Hanna), Lars Rudolph (Philip Melanchthon), Marco Hofschneider (Ulrich), Christopher Buchholz (von der Eck), Doris Prusova (Grete), Anatole Tauman (Otto) u. v. a. Inhalt: Nachdem Martin Luther (Joseph Fiennes) nur knapp dem Tod durch Blitzschlag entging, gab er sein Studium auf und wurde Mönch. Von Ängsten geplagt, wird der junge Luther von seinem geistigen Vater (Bruno Ganz) aufgebaut. Fortan wird er nach einem gnädigen Gott suchen, den er lieben kann und der ihn liebt. In Wittenberg erschließt sich Martin Luther dieses neue Bild Gottes. Er wird zum gefeierten Prediger und Lehrer. Schon bald wird Luther mit den Ablassbriefen der Kirche konfrontiert. Jedermann kann sich Erlösung erkaufen. Doch diese Ablassbriefe sind in Luthers Augen nur Papier - Betrug, ebenso wie die ungezählten Reliquien. Allein das Ansehen dieser Reliquien erlässt jedem Sünder Jahre im Fegefeuer - vorausgesetzt der Sünder zahlte den Eintritt um die Reliquien sehen zu dürfen. Luther zweifelt am Ablasshandel und stellt seine 95 Thesen auf, die er an die Kirchentür zu Wittenberg nagelt. Als er der Aufforderung zu widerrufen widersteht, wird er von Rom exkommuniziert. In Worms wird sich Luther ein zweites Mal verantworten müssen. Doch auch vor Kaiser Karl V. bleibt Luther standhaft und ist nur bereit zu widerrufen, wenn man ihn anhand der Bibel widerlegt. Da dies seinen Gegenspielern misslingt, wird Luther zum Ketzer erklärt. Er ist zwar vogelfrei, doch Friedrich der Weise lässt ihn auf die Wartburg entführen. Dort übersetzt Martin Luther die Bibel aus dem griechischen ins Deutsche. Erstmalig kann das einfache Volk die Bibel lesen. Doch Luthers ehemalige Gesinnungsgenossen nutzen seine Worte um einen Bauernaufstand anzuzetteln, der Tausende das Leben kostet. Luther ist entsetzt und verfällt in Depression und Verzweiflung. Der Bauernaufstand hat aber etwas Gutes für ihn, denn er führt Luther mit seiner späteren Ehefrau Katharina von Bora zusammen. |
Di 25.02.09, 19.00 Uhr
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"Reformator wider Willen - Philip Melanchton" Dokumentation; 60 Minuten Regie: Dagmar Wittmers, Deutschland 1997 Inhalt: Die Dokumentation zeigt Leben und Werk Philipp Melanchthons, der die Geschichte der Reformation in Deutschland entscheidend mitgeprägt und das deutsche Bildungswesen erneuert hat. Im Schatten seines Freundes Martin Luther versuchte er unermüdlich, Reformation und Humanismus, Protestantismus und Katholizismus zu versöhnen. Er gilt heute als einer der Vorväter der Ökumene. Die Fernsehproduktion - entstanden anlässlich des 500. Geburtstags von Melanchthon - setzt als szenische Dokumentation (nachgestellte Spielszenen und Dokumentarteile) mit dem Tod des Vaters Philipp Schwarzerds ein und folgt dann streng den biographischen und chronologischen Vorgaben: Studium in Heidelberg und Tübingen, Professor in Wittenberg, Begegnung mit Luther. Die Konzentration auf die beruflichen und privaten Lebensstationen Melanchthons verdichtet das vielfältige und vielschichtige Reformationsgeschehen im deutschsprachigen Raum und in Europa auf seine Person; dabei wird die gesamte theologische, kirchliche, politische und kulturelle Landschaft in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in den Blick genommen. |
Di 27.01.09, 19.00 Uhr![]() ![]()
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"1492 - Die Eroberung des Paradieses" Historienfilm / Abenteuer; 149 Minuten Regie: Ridley Scott, USA/GB/F/E 1992 Musik: Vangelis Darsteller: Gérardrard Depardieu (Christoph Kolumbus), Sigourney Weaver (Königin Isabella), Fernando Rey (Marchena), Tchéky Karyo (Pinzon), Kevin Dunn (Kapitän Mendez), Frank Langella (Santangel), Michael Wincott (Adrian de Moxica) Inhalt: Der Genuese Christoph Kolumbus (1451 - 1506) war überzeugt, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel ist. Deshalb müsse ein Seeweg in westlicher Richtung zu den Küsten Asiens führen. Dass ein weiterer Kontinent den Weg versperrte, konnte Kolumbus nicht ahnen. Im Auftrag der Katholischen Könige segelte er viermal von Spanien in die Karibik, und bis zu seinem Tod glaubte er, Indien erreicht zu haben. Am 12. Oktober 1492 landete er zum ersten Mal in Amerika. Eine großer Moment auch in diesem Film: Durch die Nebelschwaden entdecken die Seeleute Land. Kolumbus (Gérard Depardieu) in Großaufnahme. Nach all den Qualen und Zweifeln während der Überfahrt glaubt er, es geschafft und recht behalten zu haben. Welchem Ansturm von Gefühlen muss er jetzt ausgesetzt sein! Aber er zeigt es kaum. In seinen hohen Stiefeln watet er durch das seichte Wasser an Land und fällt auf die Knie. Kolumbus hält die "Neue Welt" für ein Paradies. Während in Spanien Ketzer verbrannt werden, herrschen hier Frieden und Toleranz. Kolumbus übernimmt sogleich die Herrscherrolle und beginnt, eine Zivilisation aus dem Boden zu stampfen, in der spanische Aristokraten und Einheimische einträchtig leben sollen. Aber weder seine Geldgeber in Spanien noch die Abenteurer, die sich ihm angeschlossen haben, sind an einem prosperierenden Staat in der Neuen Welt interessiert. Ihnen geht es nur darum, die entdeckten Schätze auszubeuten. Trotz seiner guten Absichten kann Kolumbus nicht verhindern, dass seine Bauwerke niedergebrannt und seine Untertanen umgebracht werden. Der Visionär hat doch nur den Weg bereitet für raffgierige und skrupellose Beutemacher. Ridley Scott zeigt "die Eroberung des Paradieses" in opulenten Bildern. Die historischen Fakten bilden dabei nur das Gerüst. Und Gérard Depardieu macht aus dem idealistischen, rebellischen Abenteurer und gebrochenen Visionär Christoph Kolumbus eine grandiose Filmfigur. |
Di 16.12.08, 19.00 Uhr![]() |
"John Wycliffe" - Ein Leben für die Bibel Dokumentarfilm; 75 Minuten Regie: Tony Tew, 1984 Darsteller: Peter Howel u.a. Inhalt: Im 14. Jahrhundert äbersetzte der Gelehrte und Geistliche die Bibel zum ersten Mal ins Englische. Mit seiner Lehre, die die Versöhnung mit Gott allein durch Jesus Christus zum Inhalt hatte, stellte sich John Wycliffe konsequent gegen die geistlichen Ansichten des Klerus. Unter Anerkennung des Wortes Gottes als der einzig wahren Autorität war es sein Anliegen, die Bibel allen Menschen Englands zugänglich zu machen. Für diese Vision und seine Überzeugungen nahm er viele innere und äußere Kämpfe auf sich. Die spannende Biografie von John Wycliffe, der zu Beginn des 15. Jahrhunderts als katholischer Priester und Universitätsprofessor in England lebte. Er wird auch "Morgenstern der Reformation" genannt, weil er noch vor Tyndale, Luther und Calvin erkannte, wie wichtig die Bibel in der Muttersprache für die Gläubigen ist. Ihm und seinen Schülern verdanken wir die erste englische Bibel-Übersetzung der Geschichte. Ohne Kämpfe und Schwierigkeiten ging das Unternehmen nicht ab... |
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Di 25.11.08, 19.00 Uhr Spezial-Termin |
Streiflichter aus Thailand, Laos und Kambodscha Dia-Vortrag von Pfr. Manfred Perko |
Di 28.10.08, 19.00 Uhr![]() ![]() |
"Tibet - Reise durch ein verbotenes Land" - Auf den Spuren Heinrich Harrers und Peter Aufschnaiters TV - Dokumentation; 90 Minuten Filmautor: Steffen Bayer, 2008 Inhalt: Anhand der Original-Tagebücher Heinrich Harrers und Peter Aufschnaiters hat sich ein ZDF-Team auf die Reise durch Tibet gemacht, um herauszufinden, wie es um das tibetische Volk politisch, aber auch menschlich bestellt ist. Filmautor Steffen Bayer und sein Team begaben sich auf eine fünfwöchige, mehr als 3.000 Kilometer lange Reise durch das 'verbotene Land', folgten dabei den Spuren Harrers und Aufschnaiters und fingen die markanten Veränderungen ein, die sich seit Harrers Aufzeichnungen in Tibet vollzogen. Höhepunkt der aufwendigen Hochglanz-Doku ist ein exklusives Gespräch mit dem Dalai Lama. |
Di 30.09.08, 19.00 Uhr![]() |
"Sieben Jahre in Tibet" Spielfilm; 139 Minuten Regie: Jean-Jacques Annaud, USA 1997 Musik: John Williams Darsteller: Brad Pitt (Heinrich Harrer), David Thewlis: Peter Aufschnaiter), B. D. Wong (Ngawang Jigme), Danny Denzongpa (Regent), Ingeborga Dapkunaite (Ingrid Harrer), Jamyang Jamtsho Wangchuk: (Dalai Lama, 14 Jahre), Sonam Wangchuk: (Dalai Lama, 8 Jahre), Dorjee Tsering: (Dalai Lama, 4 Jahre), Wolfgang Tonninger: (Hans Lobenhoffer) Inhalt: Heinrich Harrer, ein äußerst egozentrischer österreichischer Bergsteiger, fährt, obwohl seine Frau Ingrid bereits schwanger ist, in den Himalaya, um dort den Berg Nanga Parbat zu besteigen. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wird er interniert und bekommt im Internierungslager einen Brief seiner Frau, die ihn um sein Einverständnis zur Scheidung bittet. Harrer kann, nach einer langen, schwierigen Flucht mit seinem Kollegen Peter Aufschnaiter nach Tibet entkommen. Er arbeitet dort an einer Karte der Hauptstadt und schreibt, von Aufschnaiter ermutigt, Briefe an seinen ihm völlig unbekannten Sohn Rolf, der mit einem anderen Mann als Vater aufwächst. Aufschnaiter heiratet indessen eine tibetische Frau. Harrer wird von dem 14. Dalai Lama zu einer Audienz eingeladen und freundet sich mit ihm an. Auf Wunsch des jungen Dalai Lama bringt er ihm alles bei, was er über die Welt außerhalb Tibets weiß. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und im Wissen, dass die chinesischen Truppen eine Invasion in Tibet planen, will Harrer nach Österreich zurückkehren, erhält aber von seinem Sohn einen Brief, in dem dieser bestreitet, Harrers Sohn zu sein. Da er den Brief mit dem Namen von Ingrids neuem Mann unterschreibt, muss Heinrich akzeptieren, dass alle Bande zu seiner Familie zerschnitten sind. Im Jahr 1950 wird Tibet von den Chinesen besetzt. Harrer bleibt, bis der Dalai Lama endgültig zum religiösen und weltlichen Oberhaupt Tibets ernannt ist, dann verlässt er auf dessen Drängen hin Tibet, um sich um seinen Sohn zu kümmern. |
Di 24.06.08, 19.00 Uhr![]() |
"Tibet darf nicht sterben" -
3 Dokumentationen Tibet darf nicht sterben:
Ein Film von: Lutz Maurer, Manfred Gabrielli und Bernd Seidl
Flucht über den Himalaya:
Ist das Land, in dem sieben Millionen eingewanderte Chinesen sechs Millionen Tibetern gegenüberstehen, ein sterbendes Land? In diesem Film aus der ORF-Reihe "Land der Berge" nimmt der Dalai Lama Stellung zur Zukunft seines Landes und seines Volkes, gefilmt in Indien, wo er seit 1959 im Exil lebt. 1959 wurde Tibet - das Dach der Welt - von seinem Nachbarn China überfallen. Während der Chinesischen Kulturrevolution wurde seine innerste Substanz, seine Religion und Kultur, fast zur Gänze vernichtet. Von Lhasa aus folgt der Film Pilgern zum heiligen Berg "Kailash", der im buddhistischen Glauben oft mit dem mythischen Berg "Meru" in Verbindung gebracht wird. Er soll die Achse des Weltsystems bilden und hat die Menschen Asiens seit unendlichen Zeiten fasziniert.
Buch, Regie und Ton: Maria Blumencron
Jenseits des Himalaya:Vor sechs Jahren flüchteten sechs tibetische Kinder ins Exil nach Indien. Maria Blumencron und ihr TV-Team begleiteten die Kinder auf ihrer gefährlichen Reise über die fast 6.000 Meter hohen Schneepässe und dokumentierte das Kindheitstrauma in dem preisgekrönten Film "Flucht über den Himalaya".
Buch, Regie und Ton: Maria Blumencron
Nach fünf Jahren später schien die Zeit reif nachzuschauen, was aus den sechs Kindern, die seitdem in einem tibetischen SOS-Kinderdorf leben, geworden ist. |
Di 27.05.08, 19.00 Uhr![]() ![]() ![]() |
"Kundun" Spielfilm; 134 Minuten Regie: Martin Scorsese Tew, USA 1997 Musik: Philip Glass Darsteller: Tenzin Thuthob Tsarong (Dalai Lama), Gyurme Tethong (Dalai Lama, 12 Jahre), Tulku Jamyang Kunga Tenzin (Dalai Lama, 5 Jahre), Tenzin Yeshi Paichang (Dalai Lama, 2 Jahre), Tencho Gyalpo (Mutter des Dalai Lamas), Geshi Yeshi Gyatso (Lama von Sera), Sonam Phuntsok (Reting Rinpoche), Gyatso Lukhang (Lord Chamberlain), Robert Lin (Mao) u.a. Inhalt: In einem entlegenen Winkel von Tibet, nahe der chinesischen Grenze, wird der kleine Tenzin Gyatso gegen Ende der 30er-Jahre als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Noch vor seinem dritten Geburtstag wird Tenzin als Reinkarnation des Dalai Lama erkannt: Das unbefangene Kind soll einmal der religiöse und politische Führer seines Landes werden. Zwei Jahre später wird Tenzin nach Lhasa gebracht und, unter der Aufsicht des Regenten Reting Rinpoche, von den bedeutendsten Gelehrten Tibets auf seine künftige Aufgabe vorbereitet. Schon früh gewinnt Kundun - so nennen ihn die Tibeter - Einblick in die politischen Implikationen seines Amtes: Die Überschicht und auch die Lamas intrigieren hinter dem Rücken des verständigen Kindes. Zum jungen Mann herangewachsen, ist Tenzin entschlossen, den friedfertigen, aber auch rückständigen kleinen Staat zu reformieren. Ein Vorhaben, das brutal durchkreuzt wird: 1949 fallen Maos Truppen in Tibet ein, um die chinesische Minderheit und das unterdrückte Volk zu "befreien". Der tibetische Buddhismus ist für die Kommunisten nur eine Verirrung, die es zu beseitigen gilt. Ein Jahr später wird Tenzin offiziell der 14. Dalai Lama. Obwohl er mit Mao verhandelt, sieht er sich zunehmend in die Defensive gedrängt, muss dem Leiden seines Volkes machtlos zuschauen - und gerät selbst in tödliche Gefahr. Schließlich drängen ihn seine Berater, nach Indien zu fliehen - eine schwere Entscheidung für den "Buddha des Mitleids". Wie bereits in "Die letzte Versuchung Christi", zeigt Martin Scorsese hier erneut seine spirituelle Seite: Im Wechsel von großartigen historischen Tableaus und intimen Szenen zeichnet "Kundun" die Jugend des 14. Dalai Lama nach. Den brillanten Soundtrack komponierte der Avantgardekünstler Philip Glass; für die Kameraarbeit zeichnet Roger Deakins ("Fargo") verantwortlich; die "E.T."-Autorin Melissa Mathison adaptierte Tenzin Gyatsos Biografie. |
Di 29.04.08, 19.00 Uhr![]() ![]()
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"Der Name der Rose" Der Film basiert auf dem Roman "Der Name der Rose" von Umberto Eco aus dem Jahr 1980; 126 Minuten Regie: Jean-Jacques Annaud, D/F/I 1986 Musik: James Horner Darsteller: Sean Connery (William von Baskerville), Christian Slater (Adson von Melk), Helmut Qualtinger (Remigio da Varagine), Elya Baskin (Severinus), Michael Lonsdale (Abt), Volker Prechtel (Malachias), Feodor Chaliapin Jr. (Jorge de Burgos), F. Murray Abraham (Bernardo Gui), William Hickey (Ubertino da Casale), Michael Habeck (Berenger), Urs Althaus (Venantius), Valentina Vargas (Mädchen), Ron Perlman (Salvatore), Leopoldo Trieste (Michele de Cesena), Andrew Birkin (Cuthbert von Winchester), Lucien Bodard (Kardinal Bertrand) Inhalt: Im November 1327 reist der englische Franziskaner William von Baskerville (Sean Connery) mit dem ihm anvertrauten Novizen Adson von Melk (Christian Slater) zu einer Benediktinerabtei im nördlichen Apennin, wo er ein Kolloquium von Vertretern der Kurie und des Franziskaner-Ordens vorbereiten soll. Es geht um die Frage, ob die Kirche besser arm wäre – wie es die Spiritualen verlangen –, oder ob sie mit Macht und Reichtum prunken soll, wie es der in Avignon residierende Papst tut. In dem Kloster sterben innerhalb weniger Tage der Buch-Illustrator Adelmus von Otranto, der Übersetzer Venantius von Salvemec, der Bibliotheksgehilfe Berengar von Arundel, der Apotheker Severin von St. Emmeram und der Bibliothekar Malachias von Hildesheim (Volker Prechtel). Abbo von Fossanova (Michael Lonsdale) bittet den für seinen Scharfsinn bekannten Besucher, die Todesfälle aufzuklären. Assistiert von Adson sammelt William von Baskerville Indizien. Obwohl oder gerade weil ihnen der Zugang zur Klosterbibliothek verwehrt ist, vermuten sie dort schon bald den Schlüssel für die Lösung des Rätsels. Eines Nachts trifft Adson auf ein Bauernmädchen (Valentina Vargas) aus dem nahen Dorf, das Lebensmittel aus der Klosterküche stiehlt. Er verliebt sich in die zwar schmutzige, aber schöne junge Frau und lässt sich von ihr auf dem Fußboden in der Küche verführen. Inzwischen treffen die Disputanten ein, darunter Kardinal Bertrand Poggetto (Lucien Bodard), ein Neffe des Papstes, und der eitle, machtbesessene Inquisitor Bernard Gui (Fred Murray Abraham), der gleich nach seiner Ankunft zwei Häretiker (Helmut Qualtinger, Ron Perlman) und Adsons von ihm als Hexe verdächtigte Geliebte einsperren lässt. |
Di 25.03.08, 19.00 Uhr
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"Bruder Sonne, Schwester Mond" Historienfilm / Abenteuer; 116 Minuten Regie: Franco Zeffirelli, GB/I 1972 Musik: Donovan Darsteller: Graham Faulkner (Franz von Assisi), Judi Bowker (Clara von Assisi), Leigh Lawson (Bernardo), Kenneth Cranham (Paolo), Lee Montague (Pietro DiBernardone), Valentina Cortese (Pica DiBernardone), Alec Guinness (Papst Innozenz III.), Michael Feast (Silvestro), Nicholas Willatt (Giacondo), John Sharp (Bischof Guido), Adolfo Celi (Konsul), Francesco Guerrieri (Deodato), Carlo Pisacane (Priester von San Damiano) Inhalt: Bruder Sonne, Schwester Mond erzählt von den frühen Jahren des Mönchs "Franz von Assisi", der sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens macht. Er entsagte dem Reichtum seiner Familie, um seine wahre Bestimmung zu finden - unbelastet von materiellen Gütern. Man könnte sagen, dass Franz der erste Aussteiger der Geschichte war; er ließ allen Komfort zurück, um spirituelle Einheit mit der Welt zu finden. Bruder Sonne, Schwester Mond ist ein außergewöhnlich bereicherndes und tiefsinniges Filmerlebnis. |
Di 26.02.08, 19.00 Uhr![]() ![]() ![]() |
"Königreich der Himmel" Historienfilm / Abenteuer; 145 Minuten Regie: Ridley Scott, USA 2005 Darsteller: Orlando Bloom (Balian von Ibelin), Liam Neeson (Godfrey von Ibelin), Eva Green (Sybilla), Jeremy Irons (Tiberias), Edward Norton (König Balduin), David Thewlis (Hospitaler), Brendan Gleeson (Rainald von Chatillon), Marton Csokas (Guy de Lusignan), Michael Sheen (Priester), Jon Finch (Patriarch von Jerusalem), Liam Neeson (Godfrey von Ibelin), Ghassan Massoud (Saladin), Alexander Siddig (Nasir), Nikolaj Coster-Waldau (Dorf-Sheriff), Kevin McKidd (Englischer Sergeant), Ulrich Thomsen (Templer-Meister), Giannina Facio (Saladins Schwester), Iain Glen (Richard Löwenherz), Jouko Ahola (Odo - deutscher Kreuzritter) Inhalt: Der junge französische Schmied Balian staunt gegen Ende des 12. Jahrhunderts nicht schlecht, als man ihm kurz nach dem Tod von Frau und Kind eröffnet, er sei der uneheliche Sohn des berühmten Ritters und Kreuzzughelden Godfrey von Ibelin. Balian begräbt seinen Kummer und folgt dem Vater nach Jerusalem, wo der ohnehin brüchige Religionsfriede zwischen Moslems, Juden und Christen gerade neuen, nachhaltigen Proben ausgesetzt ist. Als Godfrey schwer verwundet wird, überträgt er seinem Sohn die Ritterwürde und den Schutzauftrag für die umkämpfte Stadt. In Jerusalem macht Balian nicht nur Bekanntschaft mit der schönen, aber mysteriösen Sybilla (Eva Green) und dem weisen kaiserlichen Berater Tiberius (Jeremy Irons), sondern auch mit den gierigen Tempelrittern Guy (Marton Csokas) und Reynald (Brendan Gleeson), die um jeden Preis einen Krieg gegen Moslemführer Saladin (Ghassan Massoud) anzetteln wollen. Als es zum offenen Krieg kommt, steht Balian vor der scheinbar unmöglichen Aufgabe, die Bevölkerung Jerusalems gegen den mit einer Armee von 200.000 Mann anrückenden Saladin zu verteidigen. |
Di 29.01.08, 19.00 Uhr![]() |
"Der Heilige der grünen Insel" Spielfilm; 89 Minuten Regie: Robert Hughes, USA 1998 Darsteller: Patrick Bergin (Saint Patrick), Stephen Brennan (Brian), Luke Griffin (Patrick als Junge), Alan Bates (Calpornius), Susannah York (Concessa), Malcolm McDowell (Erzbischof Quentin), u.a. Inhalt: Edelmann Patrick verbringt sechs Jahre in irischer Sklaverei, bis eine Erscheinung ihm seine göttliche Mission ankündigt: Er soll den christlichen Glauben nach Irland bringen. Der junge Patrick, Sohn des wohlhabenden britischen Edelmannes Calpornius, ist wahrlich kein Ausbund an Tugend und Gottesfurcht. Stets ungehorsam gegenüber seinem Vater und auch dem Studieren abgeneigt, nimmt der ebenso neugierige wie abenteuerlustige Junge eines Nachts sogar an einer heidnischen Zeremonie teil. Dabei wird er von marodierenden Kelten gefangen genommen und nach Irland verschleppt. Als Leibeigener des grausamen Landbesitzers Milliuc verbringt er sechs finstere Jahre in der Sklaverei, bis eine Offenbarung ihm bedeutet, dass er von Gott berufen ist, Irland den christlichen Glauben zu bringen. Von dieser Mission beseelt, flieht Patrick von der grünen Insel und lässt sich in Auxerre an der Seite seines Jugendfreundes Brian zum Priester weihen. Jahre später kehrt der im Glauben gereifte Patrick als Bischof zurück nach Irland und nimmt den Kampf gegen Aberglauben, heidnische Bräuche und den Einfluss der Druiden auf. Wo Worte nicht hinreichen, weiß Patrick die Überzeugungskraft göttlicher Wunder auf seiner Seite. Seine unorthodoxen Methoden der Missionierung erweisen sich als überaus erfolgreich, bringen ihn aber auch in Konflikt mit Erzbischof Quentin. Das machtgierige Oberhaupt der englischen Kirche ist eher am zählbaren Erfolg der Missionierung interessiert. Da Patrick keine Kirchensteuer eintreibt, trachtet Quentin danach, den zu mächtig gewordenen irischen Bischof zu exkommunizieren. "Der Heilige der grünen Insel" zeichnet ein bewegendes und bewegtes Panorama des rauen Lebens im vorchristlichen Irland und illustriert mit optisch reizvollen Special Effects die Magie der Druiden sowie Patricks legendäre, von Gott gegebene Zauberkraft. Zur hochkarätigen Besetzung zählen neben Patrick Bergin als Titelheld, als Quentin Malcolm McDowell ("Uhrwerk Orange") und vor allem Alan Bates ("Alexis Sorbas", "Gosford Park") als Vater des "Heiligen der grünen Insel". |
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Teil 1: Di 27.11.07, 19.00 Uhr Teil 2: Di 04.12.07, 19.00 Uhr ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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"Ben Hur" Spielfilm; 212 Minuten Regie: William Wyler, USA 1959 Darsteller: Charlton Heston (Judah Ben Hur), Stephen Boyd (Messala), Haya Harareet (Esther), Martha Scott (Miriam), Jack Hawkins (Quintus Arrius), Hugh Griffith (Scheich Ildirim), André Morell (Sextus), Ady Berber (Malluch), Cathy O´Donnell (Tirzah), Frank Thring (Pontius Pilatus), Finlay Currie (Balthasar), u.a. Inhalt: Der Film schildert das Leben des fiktiven jüdischen Prinzen Judah Ben Hur, der zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. als Zeitgenosse Jesu Christi in Jerusalem lebt. Ben Hurs Jugendfreund Messala, der ihn einst vor dem Ertrinken gerettet hatte, wird Befehlshaber in Jerusalem und ist gewillt, jeden Akt der Rebellion im Keim zu ersticken. Die Wiedersehensfreude ist sowohl bei Judah, seiner Mutter Miriam und seiner Schwester Tirzah als auch bei Messala groß. Die Freundschaft der beiden Männer gerät jedoch in Gefahr, als Messala für den römischen Nationalstolz eintritt und von Judah verlangt, die Aufständischen zu verraten, was dieser jedoch ablehnt. Als Judahs Verwalter Simonides zum jährlichen Rechenschaftsbericht erscheint, macht Judah die Bekanntschaft mit Simonides´ Tochter Esther, die Ben Hur um Erlaubnis bittet, heiraten zu dürfen. Als der neue Statthalter Gratus seinen Dienst in Jerusalem antritt, beobachten Judah und Tirzah vom Balkon ihres Hauses aus die Parade zu Gratus´ Ehren. Als Gratus unter ihnen vorbeireitet, löst sich ein Ziegel vom Dach des Hauses und trifft den Statthalter. Die Römer verdächtigen Judah des Attentatsversuchs; die Römer stecken seine Familie und seinen Verwalter ins Gefängnis, Judah selbst wird auf die Galeeren geschickt. Judah schwört nach seiner Rückkehr Rache an Messala, der an seinem Jugendfreund ein Exempel statuieren will. In einem Marsch durch die Wüste werden Judah und andere Verurteilte zu den Galeeren gebracht. Bei einer Rast in einem kleinen Dorf werden alle getränkt; nur Judah wird das Wasser verweigert. Ein Zimmermann, den Judah nicht kennt, gibt ihm Wasser zu trinken. Der römische Wachmann will dies verhindern, hält aber inne, als er sieht, wer Judah das Wasser zu trinken gibt. Nach drei Jahren auf den Galeeren lernt Judah den neuen Befehlshaber Quintus Arrius kennen. Dieser ist beeindruckt von Ben Hurs unerschütterlichem Gottesglauben. Als eine Seeschlacht mit dem Feind droht, lässt Quintus Arrius Judah losketten. Bei der Schlacht sinkt Arrius´ Schiff; Arrius selbst wird von Judah gerettet. Nachdem ein römisches Schiff beide aufgelesen hat, erfährt Arrius, dass die Schlacht für ihn siegreich ausgegangen ist. Arrius wird mit einer Parade geehrt, Kaiser Tiberius erlässt Judah als Belohnung für die Errettung von Arrius´ Leben die weitere Galeerenstrafe. Auf seiner Siegesfeier macht Arrius Judah zu seinem Adoptivsohn. Judah findet jedoch keine Ruhe, da ihn das Schicksal seiner Mutter und seiner Schwester quält. Wehmütig lässt Arrius ihn nach Jerusalem aufbrechen. Auf seiner Heimreise trifft Judah auf Balthasar, einen alten Mann, der nach dem Erlöser sucht, um ihn mit eigenen Augen sehen zu können, sowie auf den arabischen Scheich Ilderim, der seine Pferde für Wagenrennen ausbildet. Scheich Ilderim erkennt Judahs Talent, mit Pferden umzugehen, und möchte mit ihm im römischen Zirkus Messala besiegen. Judah will jedoch auf seine eigene Weise an Messala Rache nehmen und zieht weiter. Von Esther, die ihn voller Freude willkommen heißt, erfährt er, dass das Vermögen der Familie Hur eingezogen wurde und Esther sich mit ihrem Vater versteckt hält. Judah taucht bei einem überraschten Messala auf und fordert, zu erfahren, was aus Miriam und Tirzah geworden ist. Es stellt sich heraus, dass beide an Lepra erkrankt sind, woraufhin Esther Judah erzählt, die beiden seien gestorben. Judah tritt mit Ilderims Pferden beim Pferderennen an, das er als Möglichkeit sieht, an Messala Rache zu nehmen. Judah geht aus dem Rennen als Sieger hervor; Messala wird tödlich verwundet. Im Sterben liegend, teilt er Judah mit, dass dessen Mutter und Schwester nicht tot sind, sondern sich im Tal der Aussätzigen befinden. Als Judah dort nach ihnen sucht, trifft er auf Esther, die ihnen gerade Essen bringt. Mit Mühe kann sie Judah davon abhalten, sich bei Miriam und Tirzah zu erkennen zu geben. Judah ist weiterhin von Rache beseelt; Esther dagegen folgt den Worten des Friedens, die von einem Nazarener namens Jesus gepredigt werden, und beschwört Judah, seinen Hass ruhen zu lassen. Als sie wieder im Tal der Aussätzigen ist und Judah überraschend auftaucht, beschließen sie, Miriam und Tirzah zu dem jungen Nazarener zu bringen. In der Stadt erfahren sie jedoch bestürzt, dass diesem der Prozess gemacht wird. Auf dem nun folgenden Kreuzweg erkennt Judah Jesus als den Mann wieder, der ihm einst in der Wüste Wasser zu trinken gegeben hatte. Als Jesus zu Boden stürzt, will Judah ihm Wasser zu trinken geben, wird aber von einem römischen Soldaten weggestoßen. Judah wird bestürzt Zeuge von Jesu Kreuzigung. Balthasar schildert das Geschehen nicht als Ende, sondern als Anfang. Während Jesu Sterben zieht ein großes Unwetter auf; Miriam und Tirzah werden von ihrer Lepra geheilt. Zuhause berichtet der bewegte Judah Esther von der letzten Bitte des Nazareners am Kreuz: der Bitte um Vergebung für seine Peiniger, da diese nicht wissen, was sie tun. |
Di 30.10.07, 19.00 Uhr![]() ![]()
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"Quo vadis" Spielfilm; 171 Minuten Regie: Mervyn Le Roy, USA 1951 Darsteller: Robert Taylor (Marcus Vinicius), Deborah Kerr (Lygia), Peter Ustinov (Kaiser Nero), Leo Genn (Petronius), Patricia Laffan (Poppaea), Finlay Currie (Petrus), Abraham Sofaer (Paulus), Marina Berti (Eunice), Buddy Baer (Ursus), Felix Aylmer (Plautius), Nora Swinburne (Pomponia), Ralph Truman (Tigellinus), Norman Wooland (Nerva), Peter Miles (Nazarius), Geoffrey Dunn (Terpnos), u.a. Inhalt: Es ist das Jahr 64 nach Christus. Der römische Kommandant Marcus Vinicius kehrt mit seinen Truppen siegreich von Britannien nach Rom zurück. Vor den Toren der Stadt erreicht ihn der Befehl Kaiser Neros, sein Lager aufzuschlagen und zu warten. Marcus sieht das nicht ein, zumal seine Leute von den Strapazen erschöpft sind und nach Hause wollen. Er fährt allein mit seinem Wagen zum Kaiser. Er trifft ihn in einer Runde, in der Nero gerade ein von ihm selbst verfasstes Lied zum Besten gibt und Petronius, den "arbiter elegantiae", den Fachmann in Geschmacksfragen, um sein Urteil bittet. Vom Kaiser erfährt Marcus nun den Grund der Verzögerung. Dem Volk sollen panem et circenses, Brot und Spiele, geboten werden, und dazu wäre der spätere Einmarsch der Truppen genau das Richtige. Erst jetzt kann Petronius – er ist Marcus´ Onkel – seinen Neffen richtig begrüßen und ihn zum Übernachten erst einmal in das Haus des Generals Plautius schicken. Dort begegnet er der römischen Geisel Lygia. Er verliebt sich in sie und versucht, sie von Nero als Anerkennung für seine Siege geschenkt zu bekommen. Im Haus des Generals lernt er auch einen gewissen Paulus aus Tarsus kennen. Was Marcus noch nicht weiß, ist, dass Plautius, seine Familie und auch Lygia Anhänger der christlichen Religion sind. Lygia versucht herauszufinden, ob Marcus auch Christ ist. Sie zeichnet in seiner Gegenwart einen Fisch – das Erkennungszeichen der Christen – in den Sand, aber er reagiert nicht. Marcus´ Einzug mit seinen Legionen wird zu einem prachtvollen Ereignis. Beim anschließenden Festgelage sitzt Lygia neben ihm, der Kaiser hat sie ihm geschenkt. Poppaea, Neros Frau, sieht das nicht so gerne, hat sie doch selber ein Auge auf den schmucken Kommandanten geworfen. Nach der Feier soll Lygia in das Haus des Petronius gebracht werden, kommt aber nie an. Ursus, ihr hünenhafter Beschützer, befreit sie und versteckt sie in der Gemeinde. Sie bleibt verschwunden. Marcus sucht sie und erfährt von den geheimen Treffen der Christen in den Katakomben. Auch Lygia soll dort gesehen worden sein. Er schleicht sich hin und entdeckt sie unter den Anwesenden. Er will sie mit Gewalt mitnehmen, aber Ursus vereitelt es und schlägt ihn nieder. Marcus ist verletzt, er muss von einer christlichen Sklavin gepflegt werden. Auch Lygia kommt vorbei, sie gestehen sich ihre Liebe. Ihren Glauben aufgeben will sie aber nicht. Nero hat mittlerweile vor, das alte Rom zu verbrennen und an seine Stelle eine neue Stadt mit Namen Neropolis aufbauen zu lassen. Und so geschieht es denn auch, Rom steht in Flammen, und der geistesgestörte Kaiser singt dazu: "Flammen, verzehrt es, wie im Feuerofen!" Die Bevölkerung hat aber kein Verständnis für die wahnwitzigen Vorstellungen ihres Herrschers und bestürmt protestierend den Palast. Nero wiederum, feige und voller Angst um sein Leben, braucht jetzt unbedingt einen, dem er die Schuld an der Brandkatastrophe zuschieben kann. Poppaea schlägt die Christen als Schuldige vor. So wäre sie ihre Rivalin bei Marcus los und Nero gerettet. Der greift nur allzugern nach dem rettenden Strohhalm, und alsbald sind die Gefängnisse voll von Christen. Lygia ist unter ihnen und auch Marcus, der inzwischen zum neuen Glauben übergetreten ist. Der Apostel Petrus, ebenfalls eingekerkert, segnet ihren Bund. Im Amphitheater werden die Christen wilden Lööwen vorgeworfen, gekreuzigt und verbrannt. Für Lygia hat sich Poppaea etwas Besonderes ausgedacht: Sie wird an einem Pfahl festgebunden, und ein wilder Stier wird auf sie losgelassen. Ursus soll sehen, ob und wie er das verhindern kann. Marcus muss, mit Ketten an eine Säule neben Poppaea gefesselt, das grausige Schauspiel von oben verfolgen. Und wieder ist Ursus der Retter, er bezwingt den Bullen mit bloßen Händen und bricht ihm das Genick. Das Publikum tobt, es ist begeistert, und mit "Daumen hoch!" fordert es Gnade für die drei. Bevor Nero es sich anders überlegen kann, tauchen plötzlich Marcus´ Soldaten auf und verhindern Schlimmeres. Als dann noch bekannt wird, wer der wahre Schuldige an dem Brand Roms ist, müssen Nero und Poppaea in den Palast flüchten. Marcus und Lygia aber sind frei. Petronius hat inzwischen in einem Brief mit dem Kaiser abgerechnet und sich dann selbst getötet. Zuvor hat er dem römischen General Galba eine Botschaft geschickt mit der Bitte, Rom vom Tyrannen zu befreien. Und während die Soldaten in Rom einmarschieren, begeht Nero mit Hilfe einer Sklavin Selbstmord. |
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Teil 1: Di 25.09.07, 19.00 Uhr Teil 2: Di 02.10.07, 19.00 Uhr ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
"Die Bibel - Paulus" Fernsehfilm in 2 Teilen; 170 Minuten Regie: Roger Young, Italien/Deutschland 2000 Darsteller:Johannes Brandrup, Thomas Lockyer, Barbora Bobulova, G.W. Bailey, Ennio Fantastichini, Christian Brendel, Giorgio Pasotti, Franco Nero, Giovanni Lombardo Radice, Ian Ricketts, Jack Hedley, Vincent Ricotta, Massimo Sarchielli u.a. Inhalt: Im Rahmen des Fernsehprojekts "Die Bibel" wurden in der marokkanischen Wüstenstadt Quarzazate bereits das Alte Testament sowie die Lebens- und Leidensgeschichte Jesu verfilmt. Die Gesamtverfilmung der Bibel gilt als das aufwendigste und ambitionierteste TV-Projekt, das jemals verwirklicht wurde 1. Teil: Der wohlhabende Saul aus Tarsus (Johannes Brandrup) in Kleinasien führt die Geschäfte seines Vaters in Jerusalem. Er besitzt römisches Bürgerrecht, doch er fühlt sich als gläubiger Jude. Gemeinsam mit seinem Freund Ruben (Thomas Lockyer), einem einflussreichen Priester und Sadduzäer, rettet er das Leben des Händlers Barnabas (G. W. Bailey), eines Anhängers Jesu, den Räuber bedrohen. Unterdessen feiern die Apostel und Maria (Daniela Poggi) in Gedanken an Jesus das Abendmahl. Plötzlich spüren sie die Gegenwart des Heiligen Geistes, und alle Verzagtheit fällt von ihnen ab. Furchtlos gehen Petrus und Johannes in den Tempel, um zu predigen. Und obgleich der Hohepriester ihnen untersagt, die neue Lehre zu verbreiten, predigen und taufen sie weiter. Als wenig später Rubens Mutter im Sterben liegt, verlangt sie, zu Petrus gebracht zu werden. Widerwillig erfüllt Ruben ihren Wunsch, doch Petrus kann ihr nur noch seinen Segen erteilen, bevor die alte Frau stirbt. Voller Schmerz macht Ruben Petrus für den Tod seiner Mutter verantwortlich und verfolgt ihn mit bitterem Hass. Im Kampf gegen die Anhänger Jesu fordern Ruben und der Hohepriester Unterstützung vom König Herodes Antipas (Giovanni Lombardo Radice). Viel mehr als die Anhänger des neuen Glaubens fürchtet Antipas, dass Rom im Falle eines Aufstandes ganz Israel zerschlagen könnte. Um dies zu verhindern und die bestehende Ordnung zu sichern, verlangt Antipas die Niederschlagung der Anhänger Jesu. Ruben, der um seine Macht als Priester fürchtet, bindet Saul durch einen Eid an sich. Als Anhänger Jesu unter der Führung von Stefan (Riccardo Sarone) erneut im Tempel predigen, stellt Ruben Stefan als einen Gotteslästerer dar, der entgegen Moses' Gesetzen handelt, und lässt ihn steinigen. Doch die Jünger Jesu verbreiten ihre Lehre auch außerhalb Jerusalems, und so bekräftigt Saul den Eid, den er Ruben geschworen hat. Mit unerbittlichem Hass und Grausamkeit verfolgt er die Anhänger Jesu, die in Jerusalem bald verstummen, jedoch in anderen Städten, vor allem aber in Damaskus, großen Anklang finden. Mit der Vollmacht, die Bewegung in Damaskus niederzuschlagen, brechen Saul und Ruben auf. Vor den Toren von Damaskus geschieht Seltsames mit Saul: Er stürzt blind zu Boden und hört die Stimme Jesu, der ihn fragt, warum er in verfolge. In Damaskus würde er erfahren, was er tun solle. Auch der zu Jesus bekehrte Ananias (Massimo Sarchielli) hatte unterdessen eine Vision: Ihm wird aufgetragen, Saul aufzusuchen und von seiner Blindheit zu heilen, damit er die Ungläubigen bekehre. Doch er müsse auch im Namen Gottes leiden. Saul wird zum Anhänger Jesu und verlangt die Taufe, um mit derselben Kraft, mit der er zuvor den neuen Glauben bekämpft hat, für dessen Sieg zu kämpfen. Als Ruben von Sauls Bekehrung erfährt, verfolgt er ihn mit seinem ganzen Zorn. Doch mit Hilfe seiner neuen Freunde gelingt es Saul, im letzten Moment zu entkommen. 2. Teil: Nach der Flucht aus Damaskus kehrt Saul, der sich von nun an Paulus nennt, unerkannt nach Jeru-salem zurück. Barnabas verschafft ihm Zugang zu Petrus (Ennio Fantastichini), der Paulus seinen Segen gibt. Bald jedoch kommt es zum Streit zwischen den engsten Anhängern Jesu über die Auslegung des jüdischen Gesetzes, als Petrus nicht nur Juden, sondern auch Andersgläubige tauft. Als der Feldherr Gaius (Craig Huston) und Herodes Antipas Ruben drängen, die Anhänger der Lehre Jesu zu vernichten, zerstreuen sich ihre Anführer. Auch Paulus hält sich einige Zeit in seiner Heimat Tarsus versteckt, bevor er mit Barnabas nach Zypern und Griechenland aufbricht. Unterdessen heiratet Ruben Dina (Barbora Bobulova). Die junge Frau ist in seiner Obhut aufgewachsen, doch sie bekennt sich zur Lehre Jesu. Ruben gibt vor, sich in der neuen Lehre unterrichten lassen zu wollen, doch dann lässt er Jakobus von Zebedäus (Christian Brendel) festnehmen und hinrichten. Herodes Antipas ist jedoch nicht zufrieden: Er fordert Ruben auf, Petrus aufzuspüren. Dies gelingt Ruben, doch als Petrus auf wundersame Weise aus dem Gefängnis entkommen kann, macht Herodes Antipas Ruben für den Zwischenfall verantwortlich. Binnen zehn Tagen soll Ruben Petrus wieder verhaften. Da stirbt Herodes Antipas. Gaius, der nun die Macht übernimmt, fordert Ruben auf, an Stelle von Petrus den römischen Bürger Paulus aufzuspüren. Ruben findet Paulus in Lystra. Er schlägt ihn und Barnabas bewusstlos und stürzt die beiden Männer die Klippen hinunter, doch wie durch ein Wunder überleben sie. Bald darauf kommt es bei einer Versammlung aller Anführer der Christen in Jerusalem zu einem heftigen Streit über die strikte Einhaltung des überlieferten Gesetzes. Paulus bringt die Männer schließlich auf seine Seite, als er in Anlehnung an die Worte Jesu von den Nichtjuden lediglich die Befolgung der Gebote Gottes fordert. Um zu beweisen, dass er selbst gemäß den Gesetzen des Moses lebt, fordert Jakobus Paulus auf, sich einer Reinigungszeremonie im Tempel zu unterziehen. doch Ruben erkennt seinen totgeglaubten Widersacher und will ihn auf der Stelle töten. Auch Gaius fordert Paulus' Tod, doch der römische Tribun lässt ihn zunächst einkerkern. Als Dina von Rubens Vorhaben erfährt, Paulus bei einer günstigen Gelegenheit zu töten, verrät sie den Plan dem Tribun, der seinen Gefangenen insgeheim nach Caesarea bringen lässt. Dort muss Paulus vor Agrippa II. (Roger Young), den neuen König, treten. Paulus verlangt jedoch, seinen Fall in Rom zu verhandeln. Während der Überfahrt droht das Schiff in einem Sturm zu kentern, doch erneut hört Paulus die Stimme Jesu, die ihm Zuversicht gibt. Und tatsächlich erreicht Paulus sein fernes Ziel Rom. |
Di 26.06.07, !!!18.00 Uhr!!!
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"Die letzte Versuchung Christi" Spielfilm; 156 Minuten Regie: Martin Scorsese, USA 1988 Musik: Peter Gabriel Darsteller: Willem Dafoe (Jesus Christus), Harvey Keitel (Judas Ischariot), Barbara Hershey (Maria Magdalena), David Bowie (Pontius Pilatus), Victor Argo (Simon Petrus), Andre Gregory (Johannes der Täufer) Inhalt: Der Film hat 1988 ähnlich viele Kontroversen und Bewunderungen geweckt wie 2004 Mel Gibsons Die Passion Christi; während Mel Gibsons Film jedoch vor allem vorgeworfen wurde, antisemitisch und gewaltverherrlichend zu sein, rief Die letzte Versuchung Christi vor allem unter konservativen Christen wütende Proteste hervor, da der Film mit ihren religiösen Vorstellungen kollidierte. Martin Scorsese verfilmte den Roman Die letzte Versuchung von Nikos Kazantzakis und erzählt dabei nicht die Evangelien nach, sondern entwirft ein eigenes Profil Christi. Jesus hilft Römern bei Kreuzigungen, begehrt Maria Magdalena, fleht Judas an, ihn zu verraten, und durchlebt während seiner Kreuzigung die Versuchung und Vision eines Lebens als mit Maria Magdalena verheirateter Familienvater. Jesus wird als schwacher Mensch dargestellt, der sich mit seiner Erwählung zum Sohn Gottes, unter der er leidet, auseinandersetzt, der Versuchung aber letztlich widersteht. Die Kontroverse um diesen Film gingen so weit, dass es auch zu gewalttätigen Protesten kam. Dabei wurde auf ein französisches Kino ein Brandanschlag verübt. |
Di 29.05.07, 19.00 Uhr
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"Das 1. Evangelium - Matthäus" Spielfilm; 131 Minuten Regie: Pier Paolo Pasolini, Italien 1964 Darsteller: Enrique Irazoqui (Jesus Christus), Margherita Caruso (Die junge Maria), Susanna Pasolini (Die alte Maria), Marcello Morante (Josef), Mario Socrate (Johannes der Täufer), Rodolfo Wilcock (Kaiphas), Alessandro Clerici (Pontius Pilatus), u.a. Inhalt: In dem in Schwarz-Weiß gedrehten Film zeichnet Pasolini das Leben des Jesus von Nazaret nach und bemüht sich dabei, anders als vergleichbare Werke, um eine realistische und menschliche Darstellung der Figur. Ein harter und unversöhnlicher Christus, sanft zu den Kindern, aber zornig auf die Händler und Pharisäer. In einer Notiz schrieb Pasolini: "Nichts scheint mir gegensätzlicher zur modernen Welt als jene Christusfigur: sanft im Herzen, aber nie im Denken". Pasolini, der die Bibel als Drehbuch benutzte und nur wörtliche Zitate von Matthäus verwendete, verzichtete vollständig auf professionelle Darsteller, alle Mitwirkenden sind Laiendarsteller gewesen. Pasolinis Mutter Susanna spielt die alte Maria. Die Filmmusik wirkt expressionistisch. Sie reicht von der Feierlichkeit der Freimaurer-Messe Mozarts (für die Erscheinung Christi am Jordan) über russische Volkslieder (für die Szenen der Bergpredigt) bis zu den afrikanischen Rhythmen der Liuba-Messe, die Pasolini während einer Reise in den Kongo aufgenommen hat (für die Wunder-Szenen und den Kreuzweg). |
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Di 24.04.07, 19.00 Uhr Spezial-Termin |
Kinderstube dreier Religionen und Wiege der Menschheit Dia-Vortrag von Pfr. Manfred Perko |
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Die Filmreihe wird im Anschluss an die 13-teilige ARD-Dokumentation
" 2000 Jahre Christentum" gezeigt |